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Ray & Berndtson: Deutschlandgeschäft schrumpft um fünf Prozent Drucken E-Mail
21. Januar 2009

Ray & Berndtson hat im abgelaufenen Jahr 30,5 Millionen Euro Honorarumsatz in Deutschland erzielt - 1,7 Millionen Euro weniger als 2007. Das ist ein Rückgang von mehr als fünf Prozent. Das Minus ist umso bedeutsamer, als die Zahl der Mitarbeiter zweistellig gestiegen ist - um 12 Prozent auf 116. Die Geschäftsführung des Unternehmens befürchtet, dass die Zahl der Executive-Search-Aufträge in bestimmten Bereichen weiter sinken könnte. Die Berater wollen deswegen das Geschäft mit den Management Audits forcieren.

Die Zahl der Geschäftsführungs- und Vorstandsmandate, die die Berater 2008 besetzen konnten, habe sich nicht in allen Wirtschaftsbereichen positiv entwickelt, heißt es in einer aktuellen Mitteilung von Ray & Berndtson. Aber: Die Aufträge von Unternehmen der klassischen produzierenden Industrie und der Automobilindustrie hätten geholfen, den Umsatzrückgang in anderen Bereichen, vor allem Financial Services, zu kompensieren.

Gute Chancen im Non-Profit-Bereich

Was die Aussichten für 2009 angeht, so differenzieren die Berater: „Das laufende Jahr wird vor allem im Bereich Financial Services herausfordernd“, sagt Peter Herrendorf, Geschäftsführer bei Ray & Berndtson. Andere Bereiche böten jedoch gute Chancen, etwa Non-Profit, Healthcare und Biotech.

„Auch die anhaltend positive Entwicklung im Bereich Professional Services, zu dem Beratungsunternehmen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gehören, stimmt uns zuversichtlich“, so Herrendorf. Die Nachfrage dieser Dienstleister nach Personal sei in der Vergangenheit immer wieder ein Seismograf für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gewesen.

Leistungsträger und Talente

Darüber hinaus erwartet Ray & Berndtson eine verstärkte Nachfrage nach Management Audits. „Die Frage nach den wahren Leistungsträgern und Talenten wird in den Unternehmen immer lauter“, so Franz-Josef Nuß, der in der Geschäftsführung für diesen Bereich zuständig ist.

Ein Management Audit, wie zum Beispiel Human Asset Review von Ray & Berndtson, analysiere Mitarbeiter und schaffe Transparenz über deren Stärken, Neigungen und Lernfelder, so Nuß weiter. Auf diese Weise entdecke das Management immer wieder ungenutzte Potenziale in den Reihen der eigenen Führungskräfte und spare sich den Aufwand für die Besetzung von Stellen durch externe Manager. „Vor allem auch vor dem Hintergrund der sich verschärfenden demografischen Entwicklung ist das ein besonderer Vorteil“, betont Nuß.

Kein Wechsel der Strategie

Strategische Veränderungen werden mit dem zum Jahresbeginn vollzogenen Geschäftsführungswechsel bei Ray & Berndtson nicht einhergehen. „Die Besetzung von Top-Managementpositionen und die Beurteilung von Führungskräften werden auch in Zukunft im Fokus des Unternehmens stehen“, betont Klaus Hansen, Nummer drei in der Geschäftsführung von Ray & Berndtson. Gleichzeitig werde ein besonderes Augenmerk auf der weiteren Internationalisierung des Beratungsgeschäfts liegen, so Hansen.

Ray & Berndtson beschäftigt weltweit 830 Mitarbeiter an 60 Standorten in 36 Ländern, die in international vernetzten Industry und Functional Practices für die branchenspezifischen Bedürfnisse ihrer Klienten zusammenarbeiten. 2007 erzielte die Ray & Berndtson-Gruppe einen Umsatz von 282,6 Millionen US$.

r&b/pan

 


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