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OC&C: Der Vertrieb ist das Stiefkind der Konsumgüterbranche 
OC&C: Der Vertrieb ist das Stiefkind der Konsumgüterbranche |
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| 30. Oktober 2009 | |
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Die Vertriebschefs bei deutschen Konsumgüter-Herstellern waren in den letzten Jahren nicht gerade untätig: Sie haben Key-Account-Strukturen verbessert, neue Berichtssysteme eingeführt, Besuchsrouten optimiert – und vieles mehr. Trotzdem sind sie unzufrieden. Eine heute veröffentlichte Studie von OC&C Strategy Consultants zeigt, warum das so ist und was geändert werden muss.
Für ihre Studie haben die Unternehmensberater zahlreiche Geschäftsführer im Bereich Vertrieb und Vertriebsleiter führender Konsumguthersteller befragt. Ergebnis: Rund zwei Drittel der Befragten sehen das Investment in den Vertrieb als zu niedrig an. Ganz anders die Situation in Bereichen wie Logistik oder Produktion, wo nur 45 Prozent bzw. 27 Prozent das Investment der vergangenen Jahre als zu niedrig bezeichnen. Die Antworten überraschen umso mehr, als fast alle Manager von einer stark zunehmenden Bedeutung des Vertriebs für den Geschäftserfolg ihres Unternehmens ausgehen. Die Bereiche Marketing / CRM sowie Forschung und Produktentwicklung sind im Urteil der Befragten weitaus weniger wichtig. „Die aktuelle starke Bedeutung des Vertriebs liegt darin, dass der Vertrieb die hoch sensible Schnittstelle zum Kunden ist, bei der sich eine Verbesserung direkt und kurzfristig auf den Umsatz auswirken kann“, sagt Ziegfeld. Problematisch sei nur, dass viele Unternehmen nur ungenügend auf die aktuellen Herausforderungen im Vertrieb vorbereitet seien, so Christian Ziegfeld, Partner im Hamburger Büro von OC&C Strategy Consultants und Mitglied der internationalen Retail und Consumer Practice.
Der einzelne Mitarbeiter kann und muss viel bewegen Weiterer Kritikpunkt: Die „tägliche Arbeit“ der Vertriebsleute hat sich nur unwesentlich verändert. „Trotz vorhandener Steuerungs- und Controllingsysteme bleibt der Vertrieb für viele Unternehmen eine ‚Black-box‘, bei der die individuelle Leistung des einzelnen Vertriebsmitarbeiters nur indirekt über den erzielten Umsatz beurteilt werden kann“, sagt Ziegfeld.
Dass die individuelle Fähigkeit einen entscheidenden Einfluss auf den Umsatz eines Vertriebsgebietes hat, steht bei den Managern außer Frage. 55 Prozent der befragten Vertriebsleiter schätzen, dass ihr bester Vertriebsmitarbeiter den Umsatz einer bislang schwach besetzten Region innerhalb von zwei Jahren um 10 bis 20 Prozent steigern könne.
„Die starke Orientierung an den eigenen Umsätzen und die nur sehr geringe Kenntnis der vorhandenen Potenziale je Region oder pro Kunde ist typisch“, kommentiert Ziegfeld. |









