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Personalentwicklung bei A.T. Kearney: Frauen boxen sich durch Drucken E-Mail
1. Februar 2010
Die Beratungsfirma A.T. Kearney beschreitet ungewöhnliche Wege bei der Förderung von Frauen. Über 20 Beraterinnen stiegen vergangene Woche in einer Berliner Boxhalle in den Ring, um Körper und Geist zu trainieren. Mit dabei war die Politologin und Pädagogikprofessorin Heather Cameron.

Camerons Projekt „Boxgirls International“ bringt Mädchen und Frauen mit unterschiedlichsten Erfahrungen und sozialen Hintergründen zusammen – um Boxtechniken zu lernen, aber auch spielerisch Führungsqualitäten zu entwickeln.

Die Veranstaltung war eine von mehreren Initiativen bei A.T. Kearney zur Verbesserung der Karrierechancen von Frauen. Hintergrund ist die niedrige Quote von Beraterinnen in Consultingunternehmen. Deren Anteil steige zwar seit Jahren leicht an, so A.T. Kearney. Dennoch seien Frauen immer noch deutlich unterrepräsentiert.

Höchste Priorität

„Der Anteil von Frauen in der Beratung beträgt momentan nur etwa ein Viertel“, sagt Martin Sonnenschein, Zentraleuropachef von A.T. Kearney. Studien zeigten jedoch, dass Frauen in Führungspositionen erheblich zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Für A.T. Kearney habe daher die Förderung von Frauen höchste Priorität.

„Mit der Box-Initiative möchten wir Frauen ermutigen, sich auch im Beratungsgeschäft durchzusetzen und ein starkes Netzwerk aufzubauen. Denn Vielfalt im Arbeitsleben und in der Unternehmensführung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Unternehmen und damit natürlich auch für uns“, so Sonnenschein.

„Frauenboxen löst immer starke Reaktionen aus und ist in jedem Fall nicht die Aktivität, die typischerweise mit der Karriereentwicklung von Frauen in Verbindung gebracht wird“, sagt Beraterin Tanja Wielgoß, die das Projekt bei A.T. Kearney initiiert hat.

Die Sportart fördere mentale Stärke und Durchsetzungsvermögen und erweitere die taktischen Fähigkeiten, so Wielgoß weiter. „Typisch für unser Verständnis von Beratung ist auch, über innovative Wege zu den besten Lösungen zu kommen – und so passt Boxen und das Empowerment der Frauen für A.T. Kearney sehr gut zusammen“, sagt die Beraterin.

Vielzahl von Initiativen

Die Boxgirls-Veranstaltung stellt nur eine von mehreren Initiativen dar, mit denen die Beratungsfiirma die Karrierechancen von Frauen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern will. Insbesondere auf dem Feld der Arbeitszeitgestaltung gewährt A.T. Kearney seinen Mitarbeitern höchste Flexibilität und verfolgt den Ansatz, dass jede Lebenssituation individuell ist und daher auch individuell gestaltet werden muss.

Beispielhaft sind hier die Flexible-Working-Hours-Policy, die flexible Teilzeitarbeit und den Wechsel in einen Nicht-Beratungspfad beinhaltet, sowie Leave-of-Absence-Policies, nach denen unbürokratisch kurze, aber auch längere unbezahlte Abwesenheiten beantragt werden können.

Außerdem arbeitet A.T. Kearney seit einigen Jahren mit dem PME Familienservice zusammen, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Suche nach Kinderbetreuungsplätzen, Tagesmüttern/Kinderfrauen und Au Pairs unterstützt und auch eine Notfallbetreuung anbietet.

Um sicherzustellen, dass auch auf den Projekten das Thema Work-Life-Balance Beachtung findet, hat A.T. Kearney zudem in den Bewertungsbogen für die Projektsteuerung eine entsprechende neue Kategorie eingeführt.

atk/pan

 


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