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BDU-Studie: Deutsche Consultants hoffen auf bessere Geschäfte 
BDU-Studie: Deutsche Consultants hoffen auf bessere Geschäfte |
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| 23. Februar 2010 | |
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Die Wirtschaftskrise hat den Unternehmensberatern das Geschäft verhagelt. Laut Branchenverband BDU machten die Dienstleister 2009 erheblich weniger Umsatz als im Vorjahr. Auch Marktführer McKinsey musste Federn lassen. Die Consultants sind jedoch zuversichtlich, was das laufende Geschäftsjahr angeht.
2009 arbeiteten in Deutschland rund 84.600 Unternehmensberater in über 13.000 Beratungsfirmen. Sie erwirtschafteten insgesamt 17,6 Milliarden Euro Honorarumsatz. 2008 waren es noch 18,2 Milliarden Euro. Das ist ein Rückgang von 3,1 Prozent. Von 2005 bis 2008 hatten die Consultants zumeist mit zweistelligen Wachstumsraten geglänzt. Die Kleinen schlugen sich besser Besonders in den ersten beiden Quartalen 2009 war die Zurückhaltung der Klienten bei der Projektvergabe deutlich spürbar. Nur die kleineren Firmen konnten ihren Umsatz weitgehend stabil halten. Außerdem wickeln die Kleinen ihre Aufträge oft mit freien Mitarbeitern ab. Deswegen konnten sie schnell auf die Flaute reagieren und ihre Kosten senken. Hingegen hatte das Krisenjahr 2009 bei den großen Beratungshäusern (mehr als 45 Millionen Euro Umsatz im Jahr) ein durchschnittliches Umsatzminus von fünf Prozent zur Folge. Diese Marktteilnehmer waren überproportional davon betroffen, dass besonders Konzern-Klienten größere Projekte auf den Prüfstand stellten. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Facts & Figures zum Beratermarkt 2009/2010“, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) bei seiner heutigen Jahrespressekonferenz in Düsseldorf vorgelegt hat. Knapp 1000 Firmen beteiligten sich an der Umfrage. Dass die Großen stärker als die Kleinen unter der Krise zu leiden hatten, deckt sich mit den Beobachtungen der Tageszeitung Die Welt. Das Berliner Blatt hat heute die Situation bei McKinsey & Company unter die Lupe genommen. McKinsey veröffentlicht keine Umsatzzahlen mehr Problem dabei: Der Marktführer der deutschen Consultingindustrie veröffentlicht seit Kurzem keine Umsatzzahlen mehr. Die Journalisten konnten deswegen nur vom Personalbestand ausgehend Rückschlüsse auf den Geschäftsverlauf ziehen. Genauer: Im vergangenen Jahr habe McKinsey in Deutschland 170 neue Berater eingestellt, so Die Welt. „Bei rund 200 Abgängen pro Jahr verkleinerte sich die Mannschaft damit“, folgern die Journalisten. Und: Im Jahr 2008 hatte das Unternehmen noch 280 Berater rekrutiert.
Die Nachfrage nach McKinseys Rat hielt sich also offensichtlich in Grenzen. Firmenchef Frank Mattern: „Auch wir haben die Krise zu spüren bekommen", so der Berater gegenüber der Zeitung. Hoffnungen ruhen auf dem M&A-Geschäft Die Consultants knüpfen ihre Erwartungen insbesondere an eine Belebung des Marktes für Fusionen und Unternehmenskäufe. Schnieder: "Der Zeitpunkt für Übernahmen ist 2010 günstig. Unternehmen, die hier vorausschauend handeln, verschaffen sich einen klaren Wettbewerbsvorteil", so der Verbandspräsident.
Eine stärkere Nachfrage erwarten die Unternehmensberater aus der TIMES-Branche (Telekommunikation, IT u.a.), der Chemie- und Pharmabranche sowie von den Finanzdienstleistern. Nur wenige Impulse werden laut Studie von den Klienten aus dem Fahrzeug- und Maschinenbau ausgehen.
bdu/pan |









