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Beratermarkt Schweiz: Große Firmen leiden unter hartem Wettbewerb 
| Beratermarkt Schweiz: Große Firmen leiden unter hartem Wettbewerb |
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| 7. Juni 2010 | |
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Umsatz rückläufig, Produktivität gesteigert: Accenture, McKinsey und andere große Beratungsunternehmen mussten 2009 in der Schweiz herbe Umsatzeinbußen hinnehmen, obwohl sie mehr Leistungen erbracht haben. Nur das Geschäft der zahlreichen kleinen Firmen lief rund. Jetzt aber erholt sich die Wirtschaft, und auch bei den Marktführern stehen die Signale wieder auf Wachstum.
Diese und weitere Informationen liefert eine in der vergangenen Woche publizierte Studie des schweizerischen Beraterverbands ASCO (Association of Management Consultants Switzerland). Hierfür hat der Verband über 150 Beratungsunternehmen und 630 Auftraggeber befragen lassen.
Laut Studie gibt es in der Schweiz 570 Beratungsunternehmen, für die etwa 3300 Consultants arbeiten. Dieses stattliche Beraterheer hat im vergangenen Jahr 1,25 Milliarden Franken (rund 885 Millionen Euro) Honorarumsatz erzielt. Das ist ein Minus von vier Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2008. Damals betrug der Branchenumsatz 1,3 Milliarden Franken (921 Millionen Euro).
Wer die ASCO-Studie genau liest, erkennt, dass unter den Beratern ein höllischer Wettbewerb tobt. Darunter leiden insbesondere technologienahe Beratungsfirmen wie Accenture. Der Druck der Klienten zwingt die Marktführer dazu, ihre Produktivität erheblich zu steigern. Genauer: Obwohl die Tages- und Stundensätze im Berichtszeitraum durchschnittlich um fünf Prozent gesunken sind, erzielten die zehn größten Beratungsunternehmen im Mittel einen um vier Prozent höheren Umsatz pro Berater. Kurze Vorlaufzeiten, knappe Konditionen
Neun von zehn Großunternehmen in der Schweiz setzen Berater ein. Bei 70 Prozent der befragten Kunden waren mehr als drei verschiedene Beratungsunternehmen im Einsatz. Die Vorlaufzeit von der Ausschreibung bis zum Projektstart ist dabei nochmals zurückgegangen. Löwenanteil für die Top 20
Der Honorarkuchen ist nicht gerade gleichmäßig verteilt. Im Einzelnen staffeln sich die Anteile wie folgt:
Weiteres Ergebnis: Die Berater haben sich im vergangen Jahr thematisch auf die geänderten Rahmenbedingungen eingestellt. Das heißt: 2009 waren vor allem prozessbezogene Kostenreduktionsprogramme gefragt. Die Klienten ließen sich aber auch bei der Konzeption von neuen, kosteneffizienten Geschäftsmodellen helfen.
Laut Studie findet zurzeit eine deutliche Verlagerung von Kostensenkungs- zu Wachstumsthemen statt. Außerdem steigt die Zahl neuer Projekte. Vor diesem Hintergrund rechnet der Verband damit, dass die Branche ihren Umsatz im laufenden Jahr um vier Prozent auf rund 1,3 Milliarden Franken steigern wird. Damit erreiche man wieder das Rekordniveau von 2008, heißt es in der Studie. |









