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A.T. Kearney, Booz & Company: Berater blasen Fusion ab

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9. Juli 2010
A.T. Kearney und Booz & Company wollen doch lieber Singles bleiben. Die geplante Hochzeit wurde abgeblasen. Das geht aus einer wenige Zeilen umfassenden Erklärung hervor, welche die beiden Beratungsunternehmen Mitte dieser Woche veröffentlicht haben.

„Booz & Company und A.T. Kearney bestätigen, dass sie die Diskussionen über eine mögliche Fusion ihrer beiden Gesellschaften beendet haben“, heißt es in der Mitteilung. Die Berater beider Unternehmen hätten zwar voreinander „großen Respekt“, seien aber der Auffassung, dass sie ihre Zukunftspläne am besten getrennt verfolgen können.

Nicht der erste Versuch

Medienberichten zufolge hatten die Consultants in den vergangenen Jahren wiederholt miteinander über eine Fusion gesprochen. Diesmal sah es aber ganz danach aus, als würde der Zusammenschluss klappen.

Zumindest hatten mehrere Zeitungen übereinstimmend berichtet, dass sich Shumeet Banerji, Chief Executive Officer der Beratungsfirma Booz & Company, und Paul Laudicina, der Weltchef von A.T.Kearney, bereits über das Ob und Wie einer Firmenehe geeinigt hätten.

Booz & Company beschäftigt 3300 Mitarbeiter, davon sind etwa 200 Partner, also Teilhaber der Firma. Bei A.T. Kearney arbeiten 2700 Mitarbeiter; 240 davon sind Partner. A.T. Kearneys Umsatz betrug letztes Jahr 786 Millionen Dollar. Booz & Company macht etwa eine Milliarde Dollar Umsatz.

Eine Fusion hätte die beiden traditionsreichen Beratungshäuser an die Spitze des klassischen Consulting Business geschoben – direkt hinter den Branchenprimus McKinsey & Company und den ewigen Zweiten Boston Consulting.

Keine Fusion unter Gleichen

Aber: Experten der Investmentbank Morgan Stanley hatten A.T. Kearney ein höheres Gewinnpotenzial als Booz & Company bescheinigt. Deswegen beharrten Kearneys Consultants auf einer Fusion unter Gleichen, während die Berater von Booz gerne die erste Geige gespielt hätten.

Außerdem: Die Kulturen der beiden Unternehmen sind nicht gerade homogen. A.T. Kearney verfügte schon immer über eine eher offene und lockere Firmenkultur, bei der auch Seiteneinsteiger aus der Industrie schnell integriert werden konnten.

Nach der Trennung vom Technologiekonzern EDS im Januar 2006 hat sich bei A.T. Kearney zudem ein weitgehend demokratisches Miteinander entwickelt. Auch die Partner, die weniger dicke Gehälter beziehen, dürfen mit entscheiden.

Booz & Company weist dagegen eine eher geschlossene Firmenkultur auf. Das Sagen hat hier eine kleine Gruppe von Spitzenverdienern.

Differenzen wegen des Namens

Die Partner von A.T. Kearney hatten zudem Bedenken wegen des Namens ihres Fusionspartners. Genauer: Die Berater von Booz & Company hatten nach der Abspaltung von der US-Muttergesellschaft Booz Allen Hamilton vereinbart, dass sie diesen Namensbestandteil weiter nutzen dürfen, jedoch nur für eine begrenzte Zeit.

pan

Das Firmenprofil von Booz & Company bei ConsultingStar finden Sie hier.

Weitere Informationen über die geplante Fusion von A.T. Kearney und Booz & Company finden Sie hier:

http://www.consultingstar.com/managementberatung/booz-company-a.t.-kearney-in-fusionsgespraechen.html

Weitere Informationen über A.T. Kearney bei ConsultingStar:

http://www.consultingstar.com/managementberatung/-eds-schliesst-verkauf-von-a.t.-kearney-ab.html

 

 


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