ConsultingStar.com – Nachrichten und Exklusiv-Informationen über Consultants und andere Professionals


Homepage - Nachrichten - Managementberatung - Horváth & Partners: Manager zweifeln an Zielen zur Elektromobilität


Horváth & Partners: Manager zweifeln an Zielen zur Elektromobilität

Drucken E-Mail
15. September 2010
Berlin macht e-mobil: Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, rollen in zehn Jahren bereits eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen. Eine neue Studie des Beratungshauses Horváth & Partners nährt jedoch Zweifel an den ambitionierten Plänen.

Die Studie haben die Stuttgarter Consultants gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie erstellt und dazu Führungskräfte aus 58 Energieversorgungsunternehmen befragt.

Ergebnis: Drei Viertel der Teilnehmer glauben nicht, dass das Ziel der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 erreicht werden kann. Entsprechend verhalten schätzen die Manager auch die Aussichten einer zusätzlichen Nachfrage nach Strom ein.

Fehlende Standards

Die Teilnehmer kritisieren insbesondere, dass es noch keine entsprechenden Standards für die Elektromobile gebe. Dies betreffe insbesondere den Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Ladestationen sowie das Ladeverfahren selbst.

Immerhin fast die Hälfte der Befragten hält auch die derzeitige Netzinfrastruktur nicht für ausreichend.

Nach Ansicht von Stephan Haller, Senior Partner bei
Horváth & Partners, legen diese Ergebnisse den Eindruck nahe, dass die Bundesregierung ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht hat: „Neben beschleunigten Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen vor allem die Rahmenbedingungen für den Ausbau intelligenter Netze gestaltet werden“, sagt Haller.

Stadtwerke, Bahn, Google

Fast alle größeren Energieversorger arbeiten aber bereits am Aufbau von Ladestationen und -tankstellen oder planen dies zumindest. Dabei glaubt immerhin die Hälfte der Befragten, dass die Stadtwerke aufgrund der vorhandenen Verkehrsinfrastrukturen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber überregionalen Anbietern haben werden.

Auch großen flexiblen Plattformanbietern wie etwa Deutsche Bahn, Deutsche Telekom oder Google werden beträchtliche Marktchancen eingeräumt. Zwei Drittel der Befragten glauben, dass sie bei Mobilitätsdienstleistungen eine integrierende Rolle spielen werden.

Dagegen erwartet immerhin die Hälfte, dass die Mineralölunternehmen in der E-Mobilität nur eine untergeordnete Rolle spielen werden.

Geschäftsfelder noch nicht besetzt

Für Studienleiter Matthias Deeg sind diese Antworten ein Beleg dafür, „dass die zukünftigen Geschäftsfelder noch nicht besetzt sind und damit die Dienstleistungen im Bereich E-Mobility aus verschiedenen Branchen stark umkämpft sein werden.“

Die Studie ist gegen eine Schutzgebühr von 250 Euro erhältlich. E-Mail an: mdeeg @ horvath-partners.com

h&p/pan

Weitere Informationen über Horvath & Partners finden Sie hier.

 


Stichwortsuche
Durchsuchen Sie alle Nachrichten und Profile von ConsultingStar.com



Neu registriert


Umfrage
Yahoo-Chef Thompson hat seinen Lebenslauf frisiert - und muss gehen. Richtig so?