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Österreichs Unternehmensberater steigern Umsatz, stellen wieder ein

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11. Oktober 2010

Die rund 12.000 österreichischen Beratungsunternehmen haben 2009 insgesamt 2,6 Milliarden Euro Honorarumsatz erzielt. Das ist ein Plus von 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und: Die Consulting-Konjunktur scheint im laufenden Jahr weiter an Fahrt zu gewinnen.

„Unsere Branche wächst und blickt optimistisch in die Zukunft“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Fachverbandes Unternehmensberatung und IT (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Zahlen, auf die sich der Verband stützt, hat das Wiener Wirtschaftsforschungsinstitut KMU Forschung Austria ermittelt (UBIT-Radar"). Demnach stellten die gewerblichen Auftraggeber mit 81,2 Prozent Umsatzanteil 2009 die wichtigste Kundengruppe der Unternehmensberater dar. Die restlichen 18,8 Prozent entfielen auf öffentliche Aufträge.

Vergleich mit Deutschland und der Schweiz

Glaubt man dieser Statistik, so ist es den Österreichern gelungen, sich von den Trends in anderen Ländern der Welt abzukoppeln. Zum Vergleich: 2009 arbeiteten in Deutschland 84.600 Unternehmensberater in über 13.000 Beratungsfirmen. Sie erwirtschafteten insgesamt 17,6 Milliarden Euro Honorarumsatz. 2008 waren es noch 18,2 Milliarden Euro (minus 3,1 Prozent) – siehe auch ConsultingStar, Bericht vom 23. Februar 2010.

In der Schweiz gibt es laut Angaben des dortigen Branchenverbands ASCO 570 Beratungsunternehmen, für die etwa 3300 Consultants arbeiten. Die Schweizer Berater haben im vergangenen Jahr 1,25 Milliarden Franken (rund 885 Millionen Euro) Honorarumsatz erzielt. Das ist ein Minus von vier Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2008. Damals betrug der Branchenumsatz 1,3 Milliarden Franken (921 Millionen Euro) – siehe ConsultingStar, Bericht vom 7. Juni 2010 .

Zurück zur Lage in Österreich: Aufgegliedert nach Tätigkeitsbereichen entfielen im vergangenen Jahr 28,8 Prozent des Umsatzes auf Unternehmensführung / Managementberatung“, 24,5 Prozent auf „Organisation, Technik, Technologie, Logistik“, 13,9 Prozent auf „Personalwesen / -entwicklung“, 13,8 Prozent auf „Controlling, Finanz- und Rechnungswesen“, 12,9 Prozent auf „Marketing, Vermarktung, Vertriebsunterstützung“, sowie 6,1 Prozent auf „Spezialthemen“.

Es ist erfreulich, dass Spezialthemen wie Diversity-, Change- und Umweltmanagement und Corporate Social Responsibility wieder verstärkt nachgefragt werden“, sagt Robert Bodenstein, Vorsitzender der Berufsgruppe Unternehmensberater beim UBIT. Dies sei ein Beleg für den Trend weg von kurzfristigen Sanierungsprojekten" und hin zu langfristigen Projekten für nachhaltiges Wachstum, so der Experte.

Weiteres Ergebnis: Österreichs Unternehmensberater erbringen einen wachsenden Teil ihrer Dienstleistungen außerhalb des eigenen Landes: Das Niveau der Exportquote sei von 18,9 Prozent im Vorjahr auf 20,3 Prozent im Jahr 2009 geklettert, so der UBIT.

Auftragslage im 1. Halbjahr 2010

Der Aufschwung hält auch im laufenden Jahr an. Mehr als die Hälfte der österreichischen Beratungsunternehmen hatte die Auftragslage im 1. Halbjahr 2010 mit sehr gut oder eher gut bezeichnet.

Die Umsätze sind im 1. Halbjahr 2010 voraussichtlich um 13,6 Prozent gewachsen. Das gelte jedoch nur für Consultants, die auf den Feldern „Marketing, Vermarktung, Vertriebsunterstützung“ sowie „Personalwesen / -entwicklung“ tätig seien. Für den Tätigkeitsbereich „Unternehmensführung / Managementberatung“ rechnen die Wirtschaftsforscher mit einem Umsatzrückgang.

Laut KMU Forschung Austria wollen rund 20 Prozent der Consultants ihre Investitionen gegenüber 2009 erhöhen. Außerdem wollen die Unternehmen ihr Personal aufstocken. Im kommenden Halbjahr soll die Zahl der Mitarbeiter durchschnittlich um 16,5 Prozent steigen.


ubit/pan


 


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