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Horváth & Partners: Medienhäuser sollten Kooperationen vorantreiben

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19. November 2010

Das Internet zieht immer mehr Menschen in seinen Bann. Zeitungsverlage, Rundfunk- und Fernsehsender suchen Antworten auf diese Herausforderung. Vor diesem Hintergrund scheinen Kooperationen und strategische Allianzen von zentraler Bedeutung. Wie man solche Bündnisse zum Erfolg führt, zeigt eine neue Studie der Stuttgarter Beratungsfirma Horváth & Partners.

Die Studie hat Horváth & Partners gemeinsam mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität erstellt. Hierfür standen Manager in rund 50 Medienunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum Rede und Antwort.

Geringer Beitrag zum Unternehmenserfolg

Ergebnis: Die meisten Manager wissen um die große Bedeutung von Kooperationen und Allianzen. Rund vier Fünftel aller Befragten sagen, man habe bereits solche Bündnisse geschlossen. Dennoch ist Beitrag von Kooperationsaktivitäten zum Unternehmenserfolg nur bei etwas mehr als einem Drittel der Unternehmen bedeutend.

„Die Potenziale von Kooperationen in der Medienbranche werden noch lange nicht in vollem Ausmaß genutzt“, sagt Studienleiterin Kathleen Sauer von Horváth & Partners. Die Unternehmen könnten noch weitaus mehr tun.

Mehr als 80 Prozent der Befragten verfolgen als Kooperationsziele die Erhöhung der Marktdurchdringung, die Erschließung neuer Zielgruppen, die Ergänzung des Leistungsangebotes oder die Nutzung neuer Distributionskanäle.

Entsprechend werden Kooperationen vor allem entlang der primären Aktivitäten der Wertschöpfungskette gebildet – vorwiegend bei der Erstellung von Inhalten und der technischen Produktion, zudem bei Marketing, Vertrieb und Distribution.

„Erstaunlich ist, dass trotz des zunehmenden Kostendrucks Kooperationen im Bereich von Service-Funktionen wie IT oder HR-Management bislang noch eher selten sind“, sagt Ralph Becker, Partner und Medienexperte bei Horváth & Partners.
 
Online-Unternehmen als Partner beliebt
 
Viele Medienunternehmen arbeiten bereits mit Online-Unternehmen zusammen. Dies sei Ausdruck des Strebens nach Kompetenzgewinn im Online-Bereich, heißt es in der Studie. „Mit klassischen Medientypen haben Medienunternehmen über Jahrzehnte Erfahrungen gesammelt und entsprechende Kompetenzen aufgebaut. Online-Angebote sind dagegen noch immer etwas Neues, wenig Stabiles", sagt Thomas Hess, Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Ludwig-Maximilians-Universität.
 
Weiteres Ergebnis der Studie: Mit zunehmender Formalisierung der Kooperationstätigkeit nimmt auch der Kooperationserfolg zu. Durch einen strukturierten Partnerauswahlprozess, fixierte Regeln der Zusammenarbeit oder den Einsatz von strategischen und operativen Steuerungsinstrumenten steigen die Erfolgsaussichten. Aber: Obwohl die meisten Studienteilnehmer dies erkannt haben, wird es nur von einem geringen Teil auch umgesetzt.
 
Anders verhält es sich bei einem weiteren Erfolgsfaktor – den gemeinsamen Zielen der Partner. Für den Großteil der Befragten ist Zielkonvergenz ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl des Kooperationspartners. Und zwei Drittel der Studienteilnehmer diskutieren im Vorfeld der Kooperation ausführlich Ziele und Strategien mit dem potenziellen Partner.
 
Zeit und Geld investieren
 
„Man muss in Kooperationen investieren – sowohl Zeit als auch Geld“, lautet das Fazit der Berater. Es lohne sich, wenn man die Partner für eine Kooperation systematisch auswähle. Ganz entscheidend sei aber, dass die Kooperationspartner über gemeinsame und messbare Ziele verfügen. „Sonst ist alle Mühe vergeblich“, so die Consultants.
 
Die Studie trägt den Titel „Kooperationen in der Medienindustrie erfolgreich entwickeln und managen“. Interessenten erhalten das Dokument gegen eine Schutzgebühr von 250 Euro. Anfragen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

 

h&p/pan
 
Weitere Informationen über Horvath & Partners finden Sie hier.

 

 


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