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Booz & Company: Die Schweiz ist das attraktivste Reiseland der Welt

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8. März 2011

Kaum zu glauben: Der Franken steigt unaufhörlich im Wert und dennoch schlägt sich die Schweiz hervorragend im weltweiten Wettbewerb der Tourismus-Standorte. Dagegen verliert Österreich seinen Stammplatz unter den Top 3 auf einer Rangliste, die die Beratungsfirma Booz & Company und das Weltwirtschaftsforum gestern veröffentlicht haben.

Die Liste ist Teil des „Travel & Tourism Competitiveness Report 2011“. Bei dieser Studie werden vor allem die Rahmenbedingungen der Reiseindustrien in den jeweiligen Ländern bewertet, insbesondere Sicherheit und Gesundheit, Infrastruktur, Preisniveau, kulturelles Angebot, Umweltschutz und Gesetze.

Deutschland landete auf Platz 2 der Liste. Begründung: Langfristige und kontinuierliche Investitionen in nachhaltige Tourismuskonzepte und Umweltschutzinitiativen. Die Nummer 3, Frankreich, hat 2008 ihre Tourismusstrategie neu ausgerichtet und die Reiseindustrie durch eine drastische Senkung der Mehrwertsteuer für Tourismusdienstleistungen gefördert.

Länder in Zentral- und Osteuropa holen auf

Österreich Tourismus-Vizeweltmeister der Jahre 2008 und 2009 fällt auf Platz 4 ab. „Österreichs Tourismus-Wettbewerbsfähigkeit hat sich aber nicht erheblich verschlechtert“, beschwichtigt Klaus Hölbling, Partner und Geschäftsführer bei Booz & Company in Wien.

Das Land zeichne sich weiter durch hohe Standards  aus, könne jedoch nicht in allen Punkten mit der Konkurrenz mithalten, so der Experte. Dies gelte vor allem für die „preisliche Wettbewerbsfähigkeit“.

Nicht nur die Österreicher müssen aufpassen, denn die Konkurrenz aus Zentral- und Osteuropa wird immer stärker. Laut Studie konnten Länder wie Montenegro oder Albanien ihr touristisches Umfeld in den vergangenen Jahren enorm verbessern.

„Die Lücke zu den etablierten Tourismusdestinationen wird zunehmend kleiner“, sagt Hölbling. Montenegro konnte seit der vergangenen Wertung 23 Plätze aufholen und liegt nun auf Platz 36. Der Aufstieg basiert vor allem auf der starken Priorisierung des Tourismus seitens der Regierung und der Fokussierung auf Ökotourismus und Umweltschutz.

Ein weiterer Gewinner der Studie ist die Region Asien. China machte in den vergangenen vier Jahren 23 Plätze gut und liegt nun bereits auf Rang 39. Die Volksrepublik profitiert erheblich von den strategischen Investitionen in die Infrastruktur und die Tourismusindustrie – nicht zuletzt für die Expo 2010 in Shanghai sowie für die Olympischen Spiele in Peking 2008.

Griechenland und Portugal als Verlierer

Deutlich auf der Verliererseite der europäischen Tourismusnationen stehen Griechenland und Portugal. Die Ergebnisse für die beliebten Urlaubsländer spiegeln in erheblichem Maße die Folgen der Wirtschafts- und Verschuldungskrise wider, von der beide Destinationen besonders betroffen sind.

Griechenland setzen beispielsweise die Auswirkungen von Generalstreiks auf den Flugverkehr und damit auf das Gastgewerbe zu. Portugal büßt vor allem aufgrund fehlender Mittel für dringend nötige Infrastruktur-Investitionen im Vergleich zu 2008 drei Plätze ein und belegt damit nur noch Rang 18. Griechenland findet sich nach Rang 22 (2008) in der aktuellen Liste nur auf Platz 29 wieder.

pan

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