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Solon mit neuer Studie über den Kabel- und Mobilfunkmarkt in Europa

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7. August 2011
Immer mehr Kunden, stetig steigende Umsätze, so gut wie kein Ärger mit den Regulierungsbehörden: Die Kabelgesellschaften können derzeit nicht klagen. Doch der Kabel-Breitbandmarkt in Westeuropa nähert sich der Sättigung. Die Experten der Beratungsfirma Solon Management Consulting plädieren deswegen für Fusionen mit den Mobilfunkanbietern.

Fusionen von Mobilfunk- und Kabelanbietern brächten für beide Seiten Vorteile, heißt es in der Studie. So könnten die Kabelunternehmen ihren Kunden attraktivere Produktbündel (4-Play Angebote) schnüren. Und die Mobilfunkanbieter könnten die nötigen Investitionen zum Ausbau ihrer Netzwerkinfrastruktur leichter bewältigen.

Größere Kundenbasis, niedrigere Kündigungsquoten

Beide Seiten profitieren von einer größeren Kundenbasis und niedrigeren Kündigungsquoten. Nach einer erfolgreichen Integration ergeben sich laut Solon erhebliche Synergien.

Martin Weiss, Partner bei Solon und Autor der Studie, sieht klare strategische Vorteile in der Integration von Mobilfunk- und Kabelunternehmen: „Um gegen die dominanten Telekommunikationsunternehmen zu bestehen, müssen sowohl Kabel- als auch Mobilfunkanbieter ihr Produktportfolio ausbauen. Durch ein Zusammengehen lässt sich dies schneller erreichen.“

Für weitere Ergebnissteigerung müssen Kabelanbieter vor allem ihre Kündigungsquoten und die Kosten für Neukundengewinnung reduzieren. „Mit einem Kabel-Mobilfunkmerger entsteht eine weitaus größere Kundenbasis, die durch innovative 4-Play-Produktangebote stärker gebunden werden kann und dabei einen höheren Ergebnisbeitrag generiert“, so Martin Weiss. Die sogenannten 4-Play-Angebote umfassen Kabel-TV, Breitbandinternet, Festnetz- und Mobiltelefon.

Mobilfunkunternehmen sind mit hohen Investitionen für den Ausbau der nächsten Generation an Netzwerkinfrastruktur (4G networks) konfrontiert. Der auf hohem Niveau stabile Cashflow von Kabelanbietern und die verfügbare Netzinfrastruktur können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Nach Schätzungen von Solon Management Consulting lassen sich durch einen Merger von Kabel- und Mobilfunkunternehmen erhebliche Synergien erzielen. „Nach erfolgreicher Integration kann der Cashflow sich gegenüber dem eines durchschnittlichen Kabelunternehmens mehr als verdoppeln“, sagt Weiss.

Drei Punkte sind entscheidend

Damit die Integration erfolgreich verläuft, sind laut Solon drei Punkte entscheidend: Erstens sind die Kabelmärkte derzeit überwiegend regional aufgeteilt, während Mobilfunk überregional operiert. Ein Merger wäre daher umso attraktiver, je stärker der Kabelmarkt bereits konsolidiert ist. Zweitens sollte Augenmerk auf Kabelunternehmen gelegt werden, die bereits erfolgreich Triple-Play Produktbündel (TV, Internet, Telefon) im Markt anbieten. Die Einführung eines 4-Play-Angebots kann auf dieser Erfahrung aufbauen. Drittens sollte das Mobilfunkunternehmen der Treiber einer Integration sein. Mobilfunkanbieter sind größer und gehören meistens zu Großkonzernen. Hingegen sind Kabelunternehmen oftmals in der Hand von Private Equity-Investoren, für die ein Merger eine attraktive Exit-Option darstellt.

Die englischsprachige Studie mit dem Titel „Bundling Wins: The Case for Cable + Mobile Integration“ ist als Download auf der Website von Solon Management Consulting erhältlich und wird auch auf Anfrage verschickt.

pan

 


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