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Altran Technologies sucht Käufer für seine Tochter Arthur D. Little

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24. August 2011
Das traditionsreiche Beratungshaus Arthur D. Little steht zum Verkauf. Das Management der französischen Beratungsgruppe Altran Technologies, zu der Arthur D. Little gehört, hat eine Investmentbank eingeschaltet. Diese habe Kontakt zu mehreren Kaufinteressenten aufgenommen, heißt es in verschiedenen Medienberichten.

Arthur D. Little (ADL) schafft es einfach nicht, aus den Negativschlagzeilen herauszukommen. Das 1886 von dem MIT-Professor Arthur Dehon Little in Cambridge/ Massachusetts gegründete Beratungshaus war Ende der 1990er Jahre in eine Schieflage geraten.

Gescheiterter Börsengang

Nach einem gescheiterten Börsengang musste das Management der Firma im Februar 2002 Gläubigerschutz nach US-Recht beantragen. ADL war anschließend in verschiedene Teile zerschlagen worden. Einen großen Teil davon, einschließlich der Namensrechte, hatte Altran erworben.

Erste Spekulationen über einen erneuten Verkauf  von Arthur D. Little gab es bereits im März dieses Jahres. Damals berichteten französische Zeitungen, dass Altran-Chef Yves de Chaisemartin langsam die Geduld mit der von dem Deutschen Michael Träm geführten, defizitären Beratertruppe verliere.

Noch weniger Geduld als Chaisemartin zeigte Maurice Tchenio, der die Interessen des Großaktionärs Apax im Aufsichtsrat von Altran vertritt. Tchenio zwang Chaisemartin im Juni zum Rücktritt und hob den ehemaligen McKinsey-Mann Philippe Salle in den Chefsessel von Altran.

Salle scheint nun Nägel mit Köpfen zu machen: Unter dem Codenamen „New York“ werde ADL derzeit durch die französische Investmentboutique Messier, Maris & Associés angeboten, schreibt das „Manager Magazin“ in seiner neuesten Ausgabe. Boston Consulting und andere hätten bereits dankend abgewunken, so das Wirtschaftsblatt. Nun spiele man mit dem Gedanken eines Management Buyouts.

Michael Träm geht derweil auf Tauchstation. Der ADL-Chef wolle keine Stellungnahme abgeben, so eine Sprecherin der Firma gegenüber ConsultingStar.

Déjà-vu-Erlebnis

Dem 49-jährigen Juristen muss der qualvolle Verkaufsprozess wie ein Déjà-vu-Erlebnis vorkommen. Grund: Träm war bis 2004 Europa-Chef beim ADL-Konkurrenten A.T. Kearney.

So wie ADL war auch A.T. Kearney Teil eines größeren Beratungskonzerns: Der texanische IT-Dienstleister EDS hatte die Firma 1995 erworben – und nie richtig in seine Organisation integriert. Nachdem ein Verkauf an die Konkurrenz gescheitert war, trennte sich EDS im November 2005 im Wege eines Management Buyouts von A.T. Kearney.

pan

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