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Munich Strategy Group: Bauzulieferer blicken optimistisch in die Zukunft

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21. September 2011
Hohe Innovationskraft, internationale Ausrichtung, Power im Vertrieb: Die Berater der Munich Strategy Group stellen der deutschen Bauzulieferindustrie ein gutes Zeugnis aus. Auch die Perspektiven für die nähere Zukunft seien gut, so die Consultants mit Blick auf die Ergebnisse einer Umfrage.

465 Mitarbeiter, vier Niederlassungen in Deutschland sowie 17 Tochtergesellschaften und internationale Beteiligungen: Das sind die beeindruckenden Eckdaten des Badener Bauzulieferers Paschal.

Der Spezialist für Betonschalungen, Unterstützungssysteme und Schalungsplanungs-Software mit Stammsitz in Steinach im Kinzigtal befindet sich derzeit auf Expansionskurs. Erst kürzlich hat Paschal eine Niederlassung in Indien eröffnet. Kein Wunder, dass die Umsatzkurve steil nach oben zeigt.

Mehr als 400 Unternehmen

Paschal ist kein Einzelfall. Das belegt auch die aktuelle Analyse der Munich Strategy Group, für die die Berater mehr als 400 Unternehmen befragt und rund 100 vertiefende Interviews mit Unternehmern und Managern geführt haben.

Wichtigstes Ergebnis: Mehr als ein Drittel der analysierten Mittelständler konnte in den vergangenen Jahren im Umsatz um mehr als 15 Prozent wachsen und dabei eine konstante Ertragsquote von etwa zehn Prozent erzielen.

Zugpferd Wohn- und Wirtschaftsbau

Der Studie zufolge erwarten mittelständische Bauzulieferbetriebe in den kommenden Jahren ein Marktwachstum von mehr als drei Prozent im Jahr. Diese Zunahme wird nach Meinung der Unternehmen vor allem von der Renovierungstätigkeit sowie der Entwicklung im Wohn- und Wirtschaftsbau getragen. Die Mehrheit der Manager glaubt demnach auch, dass die Megatrends Energetik, Demographie und Gebäudesicherheit anhalten werden und die Nachfrage stimulieren.

Verhaltenes Wachstum erwarten die Marktteilnehmer hingegen bei öffentlichen Aufträgen und im Tiefbau.

Internationale Präsenz

Die internationale Ausrichtung der Geschäfte ist auch in der Bauzulieferindustrie ein zentraler Erfolgsfaktor. Marktsegmente mit Exportquoten von teilweise mehr als 50 Prozent wie etwa Gebäudeautomation, Lüftungssysteme oder die Sanitärbranche konnten in den zurückliegenden Jahren weitaus mehr Gewinn erwirtschaften als exportschwächere Segmente wie z.B. Hersteller von Gebäudedämmsystemen oder Sonnenschutzsystemen.

Hinsichtlich der Relevanz der regionalen Marktbearbeitung setzen mehr als Dreiviertel der Unternehmer mehrheitlich auf Europa als bevorzugte Absatzregion mit den Kernmärkten Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und BeNeLux.

Steigerung der Profitabilität

Oberstes Ziel für die Mittelständler ist in den nächsten Jahren die Steigerung der Profitabilität zur Gewinnung von Freiraum für Liquidität, Investitionen und Innovationen. Ebenfalls von hoher strategischer Relevanz ist für die Entscheider der Bauzulieferindustrie die Erschließung neuer Regionen, um die Abhängigkeit von einzelnen Märkte zu reduzieren.

Wachstum über Zukäufe hingegen nimmt auf der Managementagenda eine weniger bedeutende Rolle ein

Rohstoffpreise und Energiekosten

Laut Studie sind es vor allem die steigenden Rohstoffpreise und weiter ausufernde Energiekosten, welche die Geschäftsaussichten negativ beeinflussen. Allerdings rechnen fast drei Viertel der Befragten damit, dass es ihnen gelingt, die steigenden Rohstoffpreise zumindest teilweise auf die Kunden abwälzen zu können.

Voraussetzung dafür wird es aber sein, dass die Unternehmen intensiv an ihrer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten und marktreife Innovationen entwickeln.

pan

 


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