Homepage
Nachrichten
Managementberatung
Horváth & Partners: Unternehmen vernachlässigen ihre Finanzplanung 
Horváth & Partners: Unternehmen vernachlässigen ihre Finanzplanung |
|
|
| 11. Oktober 2011 | |
|
Cash ist König: Das Thema Liquidität ist heute von zentraler Bedeutung – nicht zuletzt wegen der verschärften Kredit- und Eigenkapitalrichtlinien und der unsicheren Wirtschaftsentwicklung. Eine neue Studie von Horváth & Partners zeigt jedoch, dass die Unternehmen keineswegs besser auf eine Cash-Klemme vorbereitet sind als zur Zeit der letzten Wirtschaftskrise.
114 Verantwortliche aus den Bereichen Finanzen, Controlling und Rechnungswesen bewerteten in der Studie „Finanzcontrolling 2011“ den aktuellen Anwendungsstand und die Bedeutung des Finanzcontrollings in ihren Unternehmen. Eines zeigte sich dabei ganz klar: Bei der Frage nach den wichtigsten Zielen des Finanzcontrollings sind sich die befragten Finanzmanager einig: 84 Prozent geben an, oberste Priorität sei es, Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Finanzielle Risiken zu vermindern und sich für zukünftige Krisen zu wappnen, sind weitere Prioritäten.
„Es fällt auf, dass reaktiven Zielen wie der Abwehr von Problemen oder Risiken derzeit eine hohe Wichtigkeit zugeordnet wird“, sagt Studienautor Michael Müller. Proaktive Gestaltungsziele wie die Verbesserung der Bonität oder das Erschließen und Gestalten neuer Finanzierungsquellen hätten bei den Unternehmen derzeit wenig Priorität, so der Experte. Gerade diese bergen aber nach Müllers Ansicht großes Potenzial für nachhaltige Verbesserungen. Schlecht auf eine Krise vorbereitet
Im Fall einer erneuten Wirtschaftskrise sind sie heute - zumindest was ihre Liquidität betrifft - nicht besser vorbereitet als 2008. Strategisches Liquiditätsmanagement ist daher dringend erforderlich. Peter Schentler, Controllingexperte von Horváth & Partners Österreich: „Es ist höchste Zeit, nun auch an alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu denken, zum Beispiel an eine bessere Nutzung der Innenfinanzierung durch verstärktes Working Capital Management. Das erhöht die Unabhängigkeit von Banken und vom Kapitalmarkt.“
Lücken gibt es vor allem bei der längerfristigen Finanzplanung. Nur in 54 Prozent der befragten Unternehmen ist sie bereits umgesetzt. Auch beim Risikocontrolling und beim Working Capital Management gibt es Nachholbedarf. So haben beispielsweise nur 47 Prozent der untersuchten Firmen Standardprozesse für das finanzielle Risikocontrolling definiert und dokumentiert. Laut Horváth & Partners werden jedoch gerade diese Bereiche in Zukunft immer wichtiger, da sie zahlreiche Möglichkeiten eröffnen, sich auf externe Einflüsse vorzubereiten und von externen Finanzierungsquellen unabhängig zu machen. Weitere Informationen über Horváth & Partners bei ConsultingStar finden Sie hier.
|









