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Altrans neuer Chef findet keinen Käufer für Arthur D. Little

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3. November 2011
Philippe Salle fackelt nicht lange. Der Chef des französischen IT-Beratungskonzerns Altran ist zwar erst seit Juni im Amt, hat aber bereits weit reichende Entscheidungen getroffen. Letzte Woche gab der Manager, der früher einmal für McKinsey und Accenture gearbeitet hatte, grünes Licht für die Neubesetzung der Geschäftsführung von Altran Deutschland. Jetzt will er endlich Arthur D. Little loswerden.

Zur Erinnerung: Nach einem gescheiterten Börsengang musste das Management der Strategieberatungsfirma Arthur D. Little (ADL) im Februar 2002 Gläubigerschutz nach US-Recht beantragen. ADL war anschließend in verschiedene Teile zerschlagen worden.

Einen großen Teil der ADL-Bruchstücke, einschließlich der Rechte am Namen der „ältesten Managementberatungsfirma der Welt“ (ADL über ADL), hatte Altran erworben (siehe ConsultingStar, Bericht vom 24. August 2011).

Neue Strategie

Die jetzt anstehende Trennung von Arthur D. Little ist Teil eines strategischen Plans, mit dem Salle Altran fokussieren und das Geschäftsergebnis verbessern will. Altran soll sich auf sechs europäische Regionen konzentrieren und nur noch für einige wenige Branchen tätig werden.

In einem kürzlich veröffentlichten Interview in der französischen Wirtschaftszeitung Les Echos sagte Salle, dass er sich
„so schnell wie möglich“ von Arthur D. Little trennen wolle. Grund: Die Strategieberatungsfirma schreibt rote Zahlen.

Seit Monaten suchen Investmentbanker bereits nach einem Käufer für die ungeliebte Tochtergesellschaft – und werden nicht fündig.

Arthur D. Little passe nicht zu Altran, so Salle in einem Interview, das er gestern französischen Journalisten gegeben hatte. Die Trennung sei aber wichtig und ein erster Schritt zur Fokussierung der Altran-Aktivitäten, so der Manager weiter.

Management Buyout

Gleichzeitig ließ der Altran-Chef durchblicken, dass die Trennung von Arthur D. Little über einen Management Buyout erfolgen werde, und zwar bis spätestens Ende 2011. Über den Preis ließ der Manager nichts verlauten. Nur so viel: Altran werde wegen des Management Buyouts eine Neubewertung seiner Assets vornehmen müssen.

In den französischen Medien heißt es, ein Management Buyout (MBO) sei die schlechteste Lösung für Altran. Grund: Der Konzern wird keinesfalls jene 70 Millionen Euro erhalten, die er für den Kauf von Arthur D. Little investiert hatte. Allenfalls 60 Millionen Euro seien bei einem MBO zu erzielen, so die französische Presse.

Michael Träm, Chef von Arthur D. Little, lehnte eine Stellungnahme gegenüber ConsultingStar ab. Die Details des MBO würden in Paris entschieden, so der Consultant.

pan

 


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