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Trennung von Arthur D. Little kommt Altran teuer zu stehen 
Trennung von Arthur D. Little kommt Altran teuer zu stehen |
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| 2. Januar 2012 | |
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Der französische IT-Konzern Altran Technologies hat seine defizitäre Tochtergesellschaft Arthur D. Little (ADL) verkauft. Die Transaktion erfolgte im Wege eines sogenannten Management Buyouts. Die 14 leitenden Partner der Beratungsfirma halten jetzt sämtliche Firmenanteile. Neuer ADL-Weltchef ist Ignacio Garcia Alves.
Der 45-Jährige zeichnete bislang in erster Linie für das Geschäft von Arthur D. Little in den Benelux-Staaten verantwortlich. Garcia Alves hat auch die Konditionen des Management Buyouts mit dem Management von Altran ausgehandelt. Der bisherige Weltchef, der Deutsche Michael Träm, hatte seinen Posten bereits im vergangenen November räumen müssen. Arthur D. Little wurde 1886 von dem Hochschullehrer Arthur Dehon Little in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts gegründet. Das Unternehmen beschäftigt etwa 1000 Mitarbeiter in 20 Ländern rund um den Globus. Kunden sind vor allem private Unternehmen aus den Branchen Automobil, Telekom, Medien, Energie und Finanzen. Keine führende Rolle mehr Bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zählte das Beratungshaus zu den ersten Adressen der Consultingbranche, führend vor allem auf den Gebieten Strategie und Organisation, Innovation und Operations Management. Heute aber rangiert Arthur D. Little unter ferner liefen. Nach Schätzungen von ConsultingStar hat das Beratungshaus im vergangenen Jahr in Deutschland mit 215 Mitarbeitern weniger als 100 Millionen Euro Netto-Honorarumsatz erzielt. Zum Vergleich: Branchenprimus McKinsey beschäftigt allein in Deutschland über 2000 Mitarbeiter, davon rund 1200 Berater. Diese erwirtschaften jährlich über eine halbe Milliarde Euro Umsatz. Der Abstieg von Arthur D. Little begann nach einem gescheiterten Börsengang im Jahre 2000. Zwei Jahre später war das Unternehmen so gut wie pleite. Die Berater mussten Gläubigerschutz nach US-Recht beantragen. Arthur D. Little war anschließend in verschiedene Teile zerschlagen worden. Einen großen Teil der ADL-Bruchstücke – einschließlich der wertvollen Rechte am Namen Arthur D. Little – hatte Altran Technologies erworben (siehe ConsultingStar, Bericht vom 24. August 2011). Der Kaufpreis lag damals bei über 104 Millionen Euro. Kauf auf Pump Die „älteste Unternehmensberatung der Welt“ (ADL über ADL) befindet sich jetzt wieder vollständig im privaten Besitz. Mit Wirkung zum 30. Dezember 2011 haben die Partner von Arthur D. Little ihr Unternehmen von Altran Technologies zurückgekauft. Der Verkaufspreis bewegt sich nach Berichten in französischen Medien zwischen 13 und 20 Millionen Euro.
Die jetzt vollzogene Trennung ist Teil eines strategischen Plans, mit dem sich Altran fokussieren und das Geschäftsergebnis verbessern will. Um den Verkauf überhaupt möglich zu machen, musste Altran den Beratern von Arthur D. Little 15 Millionen Euro leihen. Das Geld sollen die Consultants bis Ende 2015 zurückzahlen. Als Sicherheit für den Kredit bleiben die Rechte an dem Namen Arthur D. Little bei Altran. |









