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Booz & Company: Managementberater spalten sich von Booz Allen Hamilton ab

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21. Mai 2008

Booz Allen Hamilton spaltet sich in zwei Teile auf. Die Management Consultants gehen eigene Wege und nennen sich ab sofort Booz & Company. Die Führung des Spin-Offs übernimmt der bisherige Europachef von Booz Allen Hamilton, Shumeet Banerji. Das 17-köpfige Kontrollgremium "Board of Directors" leitet Joe Saddi. Für die Klienten von Booz Allen Hamilton im deutschsprachigen Raum ändere sich nichts, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Mit der Abspaltung reagieren die Managementberater auf den Einstieg des Finanzinvestors Carlyle Group. Carlyle hatte am vergangenen Freitag angekündigt, sich mit 2,54 Milliarden Dollar am Militär- und Regierungsberatungsgeschäft von Booz Allen Hamilton in den USA zu beteiligen. Mit dieser Sparte erzielt Booz Allen Hamilton rund drei Viertel seines Gesamtumsatzes in Höhe von etwa 4,8 Milliarden US-Dollar im Jahr.

Public-Sector-Beratung und Commercial Consulting

Die Transaktion führe zu einer Entflechtung der verschiedenen Beratungsbereiche von Booz Allen Hamilton, so Booz & Company. Sobald die Geschäfte neu strukturiert seien, agiere der Spin-Off rechtlich eigenständig am Markt.

Booz & Company weise ein zweistelliges Wachstum auf und verfüge über eine exzellente Klientenliste, heißt es weiter in der Mitteilung des Unternehmens. Die Beratung mit 3.300 Mitarbeitern in 57 Büros rund um den Globus bleibe zu 100 Prozent im Besitz der aktiven Partner. Und: Die globale Ausrichtung spiegele sich in der Internationalität des Management-Teams ebenso wider wie in dem Umstand, dass die Mehrheit der 200 Partner außerhalb der USA ansässig sei.

"Für unsere Klienten im deutschsprachigen Raum ergeben sich daraus keine Veränderungen", versichert Stefan Eikelmann, Sprecher der deutschen Geschäftsführung. "Das deutsche Partnerteam bildet einen wesentlichen Eckpfeiler von Booz & Company. Es ist daher sowohl im globalen Board als auch im Management vertreten. Zudem begleiten die deutschen Büros unser weiteres Wachstum in Osteuropa und im Mittleren Osten federführend", so Eikelmann.

Neues Kapitel

Mit der Gründung von Booz & Company werde ein neues Kapitel in der durch Innovation und Pioniergeist geprägten Unternehmensgeschichte aufgeschlagen, heißt es in der Firmenmitteilung. Consulting-Pionier Edwin Booz habe 1914 die weltweit erste Unternehmensberatung geschaffen und damit zugleich eine neue Branche definiert. In seiner Geschichte habe die Firma prägende Begriffe und Methoden des Consulting entwickelt, so Booz & Company.

Banerjis Karriere bei Booz Allen Hamilton begann 1992 im Chicagoer Büro. In den darauf folgenden Jahren hat er in den USA, Asien und Europa sowohl führende Unternehmen als auch Klienten aus dem Public Sector-Bereich beraten. Vor seiner Tätigkeit als Berater absolvierte Banerji die Graduate School of Business an der University of Chicago. Er hat an außerdem an der Kellogg Graduate School of Management (Northwestern University) einen Doktortitel erworben.

Saddi nimmt zwei Funktionen bei Booz & Company wahr: Der neue Chairman ist auch Managing Director Middle East. Seine Karriere bei Booz startete 1993. Er gilt als Fachmann für die Ausarbeitung politischer Leitlinien sowie die Themen Unternehmens- und Geschäftsstrategie, Organisation und Corporate Governance. Auf verschiedenen Kontinenten betreute und leitete er zahlreiche Projekte für Unternehmen und Institutionen, u.a. in der Wasser-, Öl- und Gaswirtschaft, im Bergbau, der Stahl- und Automobilindustrie, der Konsumgüter- und der petrochemischen Industrie. Saddi erwarb seinen Mastertitel an der Cornell University, den Bachelor of Business Administration an der ESSEC in Frankreich.

b&c/pan

 


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