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Simon-Kucher & Partners: Mehr Umsatz, mehr Mitarbeiter Drucken E-Mail
21. Januar 2009

Simon-Kucher & Partners blickt mit Stolz auf 2008 zurück. Der Umsatz sei im vergangenen Jahr von 80,2 auf 98,7 Millionen Euro geklettert, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Bonner Beratungshauses. Das ist ein Plus von fast einem Viertel im Vergleich zu 2007. Die Zahl der Mitarbeiter sei um ein Fünftel gestiegen: von 405 auf 486. Das gute Ergebnis führen die Consultants vor allem auf die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft zurück. Und auf die Arbeit für Private-Equity-Firmen.

Die Bonner Berater - Spezialisten für Strategie und Marketing - haben 2008 zahlreiche Private-Equity-Häuser bei der Bewertung von Unternehmen unterstützt (Commercial/Market/Vendor Due Diligence). Außerdem ging es um die aktive Weiterentwicklung der Portfoliounternehmen.

Finanz-Tricks alleine garantieren keinen Gewinn mehr

Die Aufträge zeigen, dass die Investoren allein mit Financial Engineering keine profitablen Exits mehr erzielen können. Stattdessen gewinnen die Identifikation und das Heben vorhandener Wachstums- und Ertragspotenziale insbesondere in den Bereichen Pricing und Vertrieb eine wachsende Bedeutung. „Vor allem in mittelständischen Beteiligungen liegen große Ertragspotentiale brach. Diese lassen sich beispielsweise durch die Erarbeitung klarer Vertriebs- oder Internationalisierungsstrategien, Rabatt-Richtlinien sowie leistungsabhängige Vertriebsentlohnungssysteme heben“, sagt Dieter Lauszus, Senior Partner und Leiter des Competence Centers Private Equity bei Simon-Kucher & Partners.

Neben den Private-Equity-Investoren verzeichneten die Berater eine große Nachfrage in den Branchen Life Sciences, Versicherungen, Konsumgüter und Technologie. Haupttreiber des Wachstums sei aber die Globalisierung, so Firmenchef Hermann Simon. Im Laufe des Jahres 2008 habe man neue Büros in Madrid, Luxemburg und Moskau eröffnet. Damit sei die Firma mit insgesamt 18 Büros in 13 Ländern vertreten.

Keine Prognose für 2009

Die Standardfrage nach der Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr lässt Simon offen. Seiner Meinung nach kann derzeit niemand eine zuverlässige Prognose für die nächsten Monate liefern. Er sei aber nicht pessimistisch. Die derzeitige Krise sei vor allem eine Erlös- und Absatzkrise, aber keine Kostenkrise. Deshalb müssten die Unternehmen auch an der Vertriebsfront arbeiten und dürften sich nicht auf Kostensenkung beschränken, so der Berater.

Für Private Equity Häuser wird 2009 die Weiterentwicklung ihrer Portfoliounternehmen im Mittelpunkt stehen. Dabei sollten auch sie der Marktseite mehr Beachtung schenken. „Mit Cost Cutting-Maßnahmen allein lässt sich keine Profitable Growth-Story, die zunehmend zum erfolgreichen Exit benötigt wird, erzielen“, sagt Lauszus. Eine besondere Herausforderung werde zudem in der immer schwieriger werdenden Refinanzierung bereits bestehender Beteiligungen liegen. Hier böte sich die Durchführung einer Vendor Due Diligence-Analyse an. Diese helfe kritische Detailfragen der finanzierenden Banken zu beantworten sowie zukünftige Potentiale (u.a. Identifikation neuer Geschäftsfelder, Wachstum einzelner Absatzländer) der zu refinanzierenden Beteiligung aufzuzeigen.

skp/pan

 


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