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Mercer-Studie: Nachhaltige Investments gewinnen an Bedeutung

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1. April 2009
Fondsmanager, die in Schwellenländern investieren, achten verstärkt auf die Faktoren Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Dies belegt eine Studie der Beratungsfirma Mercer. Die Autoren der Studie haben sich erstmals auch die Mühe gemacht, die Anlage-Praxis von Fondsmanagern in China, Indien, Südkorea und Brasilien zu bewerten. Und: Anhand konkreter Beispiele zeigen die Consultants, wie man Risiken vermeidet und Renditen steigert.

Rund 300 Milliarden US-Dollar haben die Fondsmanager in nachhaltige Investments gesteckt. Das sind fast zehn Prozent der gesamten Kapitalanlagen in Schwellenländern. Davon entfallen laut Studie etwas mehr als 50 Milliarden Dollar auf jene Fonds, die sich auf nachhaltige Investments spezialisiert haben.

Weitere Fortschritte möglich

Der Rest des Geldes - 250 Milliarden Dollar - steckt in herkömmlichen institutionellen Fonds. Das heißt: Auch die Manager dieser Fonds berücksichtigen bei ihren Investments die drei Nachhaltigkeitsfaktoren ESG (Umwelt/Environment, Soziales/Social und Unternehmensführung/Corporate Governance).

„Unsere Studie zeigt, dass viele lokale Fondsmanager in Schwellenländern ein tieferes Wissen und Verständnis für soziale Fragen haben als ihre globalen Kollegen. Dennoch ist da noch Potenzial für Verbesserungen, z. B. im Hinblick auf die aktive Nutzung von Stimmrechten aus Aktien“, sagt Herwig Kinzler, Leiter des Bereichs Investment Consulting von Mercer in Deutschland.

Die Studie hat Mercer im Auftrag der International Finance Corporation, IFC, einer Gesellschaft der Weltbankgruppe, erstellt. Hierfür haben die Consultants 514 Aktienmanager weltweit unter die Lupe genommen. 177 davon investieren in Schwellenländern.

Zahlreiche Interviews

Darüber hinaus wurden 40 Interviews mit Investment Teams in China, Indien, Südkorea und Brasilien geführt. Zusätzlich wurden 10 weitere Manager aus verschiedenen Ländern interviewt, die nachhaltige Investmentstrategien in Schwellenländern verfolgen.

Fast die Hälfte (46 Prozent) der globalen Manager und rund ein Drittel (34 Prozent) aller Manager gab an, dass sie wahrscheinlich ESG-Faktoren in ihre Investmentprozesse integrieren werden.

„Wir bei IFC glauben, dass nachhaltige Kapitalzuflüsse in Schwellenländer diese Volkswirtschaften stützen und letztlich die Armut verringern werden“, sagt Greg Radford, Director of Environment & Social Development bei IFC. Aus diesem Grund unterstütze die IFC Initiativen für nachhaltige Investments in der Finanzindustrie.

Und: „In der aktuellen Finanzkrise könnten sich viele Investoren dazu hinreißen lassen, ökologische, soziale sowie Fragen, die sich auf die Unternehmensführung beziehen, als Probleme von morgen zu betrachten. Doch das Ausblenden dieser Faktoren wird nicht nur den Fortschritt, der bis heute im Hinblick auf die Integration von ESG-Faktoren in Investmententscheidungen erzielt wurde, untergraben. Es wird auch die Finanzmärkte auf der ganzen Welt schwerwiegend beeinflussen“, so Radford.

cer/pan

 


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