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Corporate Transformation Group: Verbände müssen fusionieren 
Corporate Transformation Group: Verbände müssen fusionieren |
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| 18. August 2009 | |
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Je größer ein Verband, desto größer sein Gewicht. Logisch. Außerdem lässt sich Geld sparen, wenn Lobbyisten ihre Kräfte bündeln. In einer aktuellen Mitteilung nennt Nikolaus Graf Kerssenbrock, Partner der Berliner Beratungsfirma Corporate Transformation Group, weitere Gründe für Fusionen. Und er warnt kleinere Verbände vor dem Sturz in die Bedeutungslosigkeit. Der Mann ist in deutschen Lobbyistenkreisen bestens bekannt. Schließlich haben seine Berater und er die Verbandsfusion in der Energiewirtschaft und die Gründung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) umgesetzt. Auf diesen Lorbeeren aber will sich Graf Kerssenbrock offensichtlich nicht ausruhen. Unverdrossen rührt er die Trommel für weitere Zusammenschlüsse dieser Art. Richtungswechsel nutzen
„Mit dem voraussichtlich bevorstehenden Ende der großen Koalition wächst der Einfluss der Verbände – wenn sie den politischen Richtungswechsel nutzen, um gebündelt ihre Positionen in die Politik einzubringen,“ so Graf Kerssenbrock. Und: „Je eindeutiger die Machtverhältnisse, desto weniger Sinn macht es, wenn mehrere Verbände ähnliche Positionen vertreten“, sagt der Berater.
Einige Verbände haben bereits auf diese Situation reagiert. Vorreiter war 2007 die Strom- und Gaswirtschaft. Hier fusionierten fünf etablierte Vereinigungen zum Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Zugleich wurden die Anzahl der Gremien verringert, die verbandsinterne Organisation gestrafft und das Leistungsspektrum erweitert. „Der Verband ist handlungsfähiger“, sagt Graf Kerssenbrock. Die Politik habe jetzt schließlich weniger, dafür stärkere Ansprechpartner. Ansprechpartner wechseln Nun ändern sich voraussichtlich die Mehrheiten in den Gremien und damit die direkten Ansprechpartner. Zudem wird es neue Richtlinien der deutschen Politik geben. Graf Kerssenbrock: „Je klarer die Ausrichtung der Politik, desto weniger wird diese Vielzahl von ähnlichen Verbandsstimmen gebraucht. Bei drei bis vier Verbandsvertretern pro Abgeordnetem, ist sie sogar kontraproduktiv. Zudem müssen Verbände dann fokussierter nur noch einen Ansprechpartner auf politischer Ebene ansprechen.“ In einer zersplitterten Verbandslandschaft entstehen für Mitgliedsunternehmen mehrfach Kosten: Durch mehrfach anfallende Mitgliedsgebühren und Gremienarbeit, zu der Mitarbeiter auf Kosten der Unternehmen entsandt werden. Diese Ausgaben lohnen sich nur, wenn sich Unternehmensinteressen in der Politik niederschlagen. In Zeiten knapper Kassen entscheiden sich Unternehmen für die ausschließliche Mitgliedschaft in durchsetzungsstarken Verbänden - andere verlieren zusehends an Bedeutung. Ergebnis ist eine Abwärtsspirale von Unzufriedenheit und Mitgliederschwund sowie dem Verlust politischer Macht. Zudem führt die Krise zu sinkenden Mitgliedsbeiträgen, was den Handlungsspielraum der Verbände ebenfalls einengt. Weniger als die Hälfte
Trotz dieses Handlungsdrucks scheitern die meisten Fusionen und Reorganisationen in Verbänden bereits in der Planungsphase. Schon bei Fusionen in der freien Wirtschaft gilt weniger als die Hälfte aller Fusionen als Erfolg. Mit Fingerspitzen „Nur wer klare Entscheidungen trifft und es schafft, auf interne Abstimmungswege und die Ziele der Mitgliedsunternehmen gleichermaßen Rücksicht zu nehmen, kann solche grundlegenden Umstrukturierungen meistern.“, sagt Graf Kerssenbrock. Deswegen sei bei Fusionen und Reorganisationen in der Verbandsarbeit mit besonderem Fingerspitzengefühl vorzugehen, so der Experte. Graf Kerssenbrock weiter: „ Für viele Splittergruppen und kleinere Verbände führt der Weg auf absehbare Zeit geradewegs in die Bedeutungslosigkeit. Dabei stellt die Bundestagswahl eine beachtliche Chance dar: Verbände die es jetzt schaffen, mehr Unternehmen hinter sich zu vereinen, werden dauerhaft deutlich an Macht gewinnen.“ ctg/pan Weitere Informationen über das Unternehmen Corporate Transformation Group finden Sie hier: |









