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Towers Watson: Weiche Faktoren entscheidend für M&A-Erfolge

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27. April 2010
Verunsichert, ängstlich, enttäuscht – so reagieren Mitarbeiter, wenn ihr Unternehmen verkauft wird oder mit einem anderen Unternehmen fusioniert. Kein Wunder also, dass M&A-Projekte umso erfolgreicher sind, desto mehr das Topmanagement auf die sogenannten weichen Faktoren achtet.

Das belegt auch eine aktuelle Studie der Personalberatungsfirma Towers Watson. Die Berater haben hierfür Manager aus 404 Unternehmen rund um den Globus befragt.

Wichtigstes Ergebnis: Kommunikation, Change Management und Unternehmenskultur sind zentrale Erfolgsfaktoren bei Fusionen und Übernahmen.

Erfolgreiche Unternehmen achten auf Personalkennzahlen

Die Berater von Towers Watson teilten die Befragten in zwei Gruppen ein: solche, die ihre Transaktion als erfolgreich bzw. weniger erfolgreich charakterisierten.

Dabei stellte sich heraus, dass erfolgreiche Unternehmen die wichtigsten HR-Kennzahlen im Verlauf einer Transaktion häufiger messen als andere: so z.B. das Mitarbeiter-Engagement (42% erfolgreiche versus 28% weniger erfolgreiche Unternehmen), das Identifizieren und Halten der Top-Talente (39% versus 28%) oder die Mitarbeiterproduktivität (24% versus 19%).

In der Erfolgsmessung von M&A-Transaktionen finden neben betriebswirtschaftlichen Kennzahlen immer stärker auch typische Personalkennzahlen Anwendung.

Die Mehrheit der Studienteilnehmer hält den Zeitpunkt der Einbindung des Personalmanagements in Deals für erfolgskritisch. Entsprechend wurden in erfolgreichen Unternehmen Personalexperten bereits in die Bewertung des Zielunternehmens (22%) eingebunden, bei nicht-erfolgreichen sind es nur 14%.

Auch die Prüfung der strategischen und operativen Substanz eines Unternehmens (Due Diligence) erfolgt bei erfolgreichen M&A-Unternehmen wesentlich häufiger (60% versus 38%), ebenso die detaillierte Integrationsplanung (74% versus 54%) und Umsetzung von Integrationsmaßnahmen (81% versus 61%).

Bindung von Top-Talenten sichert Erfolg

Auf die Frage, welches Wissen und Können besonders erfolgskritisch in Transaktionen sei, antworteten die deutschen Studienteilnehmer, dass vorrangig Kommunikation (61%), Integration der Unternehmenskulturen (55%), Bindung der Top-Talente (55%) und Change Management (52%) von der HR-Abteilung erwartet werden.

Helmuth L. Uder, M&A-Experte bei Towers Watson, scheint mit den Ergebnissen der Studie noch nicht ganz zufrieden zu sein: Personalarbeit und Projektmanagement müssten in den Unternehmen besser verzahnt werden, um für M&A-Situationen gerüstet zu sein, so der Consultant.

tw/pan

 


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