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Deutsche Personalberater hoffen auf bessere Geschäfte

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6. Mai 2010
Die Personalberater sind mit Optimismus ins Jahr 2010 gestartet. Laut einer gestern veröffentlichten Studie des Bonner Beraterverbands BDU rechnen die meisten Firmen der Branche mit einem besseren Geschäft als im zurückliegenden Jahr. 2009 waren die Umsätze massiv eingebrochen.

In Deutschland existieren laut Studie 1.830 Personalberatungsfirmen – 140 weniger als noch vor einem Jahr. In diesen Unternehmen arbeiten rund 5000 Consultants sowie 5.200 sonstige Mitarbeiter.

Das Geschäft der Berater war in den ersten Monaten des vergangenen Jahres fast völlig zum Erliegen gekommen. Grund: Wegen des Konjunktureinbruchs stoppten die Unternehmen ihre Aufträge. Folge: Die Umsätze sanken um 26,2 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro (Umsatz 2008: 1,49 Milliarden Euro).

Honorare stabil gehalten

Wegen des Einstellungsstopps in weiten Teil der Wirtschaft litt vor allem das Kerngeschäft der Consultants – die Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften. Der Umsatz auf diesem Geschäftsfeld betrug 2009 nur noch 915 Millionen Euro. Das ist ein Minus von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,32 Milliarden Euro).

Die schleppende Projektvergabe der Klientenunternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe oder dem Kreditwesen hat maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen. So gingen beispielsweise die Umsätze im Fahrzeugbau um 54 Prozent auf 88 Millionen Euro und im Maschinenbau um 44 Prozent auf 120,5 Millionen Euro zurück.

Trotzdem sei es den Beratern gelungen, ihre Honorare stabil zu halten, sagt der BDU. Wie im Vorjahr betrage die durchschnittliche Honorarhöhe 25 Prozent des Zieleinkommens der jeweils gesuchten Führungskraft.

Rund drei Viertel der Befragten sagen, dass sie im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen rechnen. Sollten die Prognosen der Studienteilnehmer zutreffen, würde der Gesamtumsatz der Branche um elf Prozent auf 1,22 Milliarden Euro steigen.

„Die verbesserte Stimmung in Wirtschaft und Industrie ist spürbar. Und wo die Unternehmen Wachstumsaussichten sehen, werden auch Führungskräfte und Spezialisten gesucht“, sagt Wolfgang Lichius, Vorsitzender des BDU-Fachverbandes Personalberatung.

Suche erfolgt zunehmend mehrkanalig

Der Studie zufolge entwickelt sich die Suche nach qualifizierten Kandidaten zunehmend mehrkanalig. Neben der sogenannten Direktansprache und der Suche per Print- und Online-Anzeige gewinnen soziale Netzwerke im Internet und das Echtzeitweb (Twitter & Co.) an Bedeutung.

Rund 90 Prozent der Personalberater sagen zudem, dass sie bei der Suche nach Kandidaten immer öfter über die nationalen Grenzen hinaus tätig werden.

Die Studie hat der Verband auf der Basis einer anonymen Online-Umfrage erstellt, an der sich rund 180 Unternehmen der Branche beteiligt haben.

pan

 


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