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Schweizer Unternehmen modernisieren ihre Führungsstrukturen 
Schweizer Unternehmen modernisieren ihre Führungsstrukturen |
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| 1. Juni 2010 | |
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Präsident des Verwaltungsrats und CEO: Solche Doppelmandate waren an der Spitze von schweizerischen Unternehmen keine Seltenheit. Doch die Kritik an der Ämterhäufung zeigt Wirkung. Das belegt eine Studie der Züricher Personalberatungsfirma Guido Schilling. Die Studie trägt den Titel „Schillingreport – Transparenz an der Spitze“. Hierfür hat die Personalberatungsfirma die 121 größten Unternehmen der Schweiz analysiert. Größenkriterium: Die Zahl der Mitarbeiter. Insgesamt habe man die Daten von 918 Geschäftsleitungsmitgliedern und 896 Verwaltungsräten verglichen, heißt es in einer gestern veröffentlichten Mitteilung der Guido Schilling AG. Richtige Balance finden Ergebnis: Die Diskussion um eine bessere Corporate Governance zeigt Wirkung. Die Doppelfunktion „Verwaltungsrat und CEO“ gibt es nur noch in 4% der schweizerischen Großunternehmen. Und: Nur noch 22% der Verwaltungsratspräsidenten hatten zuvor die Position des CEO inne, nur 8% waren zuvor in der Geschäftsleitung der Unternehmung tätig, deren Verwaltungsrat sie aktuell präsidieren. Guido Schilling sieht die Schweizer auf dem richtigen Weg: Die Unternehmen seien dabei, eine „Balance zwischen Unabhängigkeit und Nutzung des bestehenden Know-hows“ zu finden, sagt der Managing Partner der Guido Schilling AG. Weiteres Ergebnis: Die Verwaltungsräte der Unternehmen sind ähnlich international zusammengesetzt wie die Geschäftsleitungen. Der Ausländeranteil liegt mit 34% etwas tiefer als bei den Geschäftsleitungen, bei denen er im Durchschnitt 44% beträgt. Bei den Unternehmen, deren Aktienkurse den Börsenindex SMI bilden, liegt der Ausländeranteil sowohl bei den Verwaltungsräten als auch bei den Geschäftsleitungen mit 50% bzw. 62% etwas höher als der Durchschnitt. Die ausländischen Verwaltungsräte kommen aus 28, die ausländischen Geschäftsleitungsmitglieder aus 32 unterschiedlichen Ländern. 5-Jahres-Überblick mit Überraschungen Die Studie ist nicht die erste ihrer Art. Deswegen konnte sich Schilling einen Überblick über die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre verschaffen. Dabei fiel auf, dass der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen konstant bei rund 5% liegt. Bemerkenswerterweise ist der Frauenanteil in den Verwaltungsräten mit 10% rund doppelt so hoch. Bei den SMI-Unternehmen liegt er mit 12% sogar etwas höher. Der Ausländeranteil in den Geschäftsleitungen liegt mit 45% knapp unter der Hälfte, wobei Führungskräfte aus Deutschland die größte Bedeutung für die Schweizer Wirtschaft haben. Auffallend ist ferner, dass der Anteil der Manager, die aus angelsächsischen Ländern wie USA, UK, AUS etc. stammen, in den letzten fünf Jahren um fast 60% gestiegen ist. gs/pan |









