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Ahrensburger Outplacement-Pionier SKP AG hat Insolvenz angemeldet

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22. Oktober 2010
Die SKP Dr. Stoebe, Kern & Partner AG ist pleite. Uwe Kern, Chef des in Ahrensburg bei Hamburg ansässigen Personalberatungsunternehmens, hat beim Amtsgericht Reinbek einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt (Aktenzeichen 8 IN 281/10). Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Hamburger Rechtsanwalt Gideon Böhm.

Laut Hamburger Abendblatt beschäftigt das Unternehmen 80 fest angestellte Mitarbeiter an acht Standorten in Deutschland. Hinzu kommen etwa noch einmal so viele freie Mitarbeiter.

Ältester Outplacement-Anbieter Deutschlands

SKP ist der älteste Anbieter von Outplacementberatung in Deutschland. Die Consultants helfen Gekündigten bei der beruflichen Neuorientierung meist im Auftrag von Unternehmen, die sich geräuschlos von ihren Mitarbeitern trennen wollen.

Die Idee zu dieser Dienstleistung stammt aus den USA. In Deutschland hat sie Fritz Stoebe bekannt gemacht. Der ehemalige Industriemanager gründete das Unternehmen im Jahre 1979.

Stoebes Nachfolger Kern wandelte das Unternehmen 2001 in eine Aktiengesellschaft um und trieb die Expansion auf neue Geschäftsfelder voran. Vor drei Jahren gründete er die Transfergesellschaft Speqtrum GmbH eine hundertprozentige Tochter der SKP AG. Das Dienstleistungsportfolio umfasst heute neben Outplacement auch Personalentwicklung und Change-Management.

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, befindet sich das Unternehmen schon seit längerer Zeit in Schwierigkeiten: Das liege vor allem am Firmenchef, so ein ehemaliger SKP-Mitarbeiter gegenüber der Zeitung. Kern habe die Firma nach „Gutsherrenart“ geführt und strategische Fehlentscheidungen getroffen.

Die gesamte Branche leidet

Tatsache ist: Die gesamte Branche leidet, da die meisten deutschen Unternehmen inzwischen über schlanke Belegschaften verfügen und die Instrumente Zeitarbeit, Kurzarbeit und befristete Arbeitsverträge nutzen, um flexibel auf Konjunkturschwankungen zu reagieren.

Die Zahl der Outplacement-Anbieter aber ist in den letzten Jahren eher gewachsen. Der Wettbewerb ist dadurch beinhart geworden. Viele Anbieter haben mit Problemen zu kämpfen. Bei SKP kommen jedoch noch hausgemachte Probleme dazu.

Seit 2008 haben das Unternehmen zahlreiche Berater verlassen. Kern habe einen externen Berater einschalten müssen, um das Unternehmen zu stabilisieren, schreibt das Hamburger Abendblatt. 2010 aber sei das Geschäft mit den lukrativen Einzeloutplacements eingebrochen. Diesen Rückschlag habe das Unternehmen nicht verkraftet.

Insolvenzverwalter Böhm gibt sich dennoch überzeugt, dass SKP eine Zukunft hat. Das Unternehmen habe einen guten Ruf. Und: Kein Kunde habe bislang seine Rahmenverträge gekündigt, so der Rechtsanwalt.

pan

Mehr zum Thema Outplacement bei ConsultingStar:

http://www.consultingstar.com/personalberatung/beraterverband-bdu-bei-der-auswahl-von-outplacementberatern-auf-qualitaet-achten.html

 


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