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Egon Zehnder International lässt die Krise hinter sich

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21. März 2011
Das Personalberatungsunternehmen Egon Zehnder International hat wieder zurück auf die Erfolgsspur gefunden. 2010 kassierten die Headhunter weltweit 582,7 Millionen Schweizer Franken oder umgerechnet 434,2 Millionen Euro. Das ist ein Plus von knapp über 15 Prozent im Vergleich zu 2009. Und auch in Deutschland brummt das Geschäft der diskreten Dienstleister.

Das Team um Deutschlandchef Johannes von Schmettow steigerte seinen Honorar-Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 23,2 Prozent auf 64,86 Millionen Euro.

Starker Franken

Dass die Zahlen nicht noch besser ausgefallen seien, liege am starken Schweizer Franken, heißt es in einer Mitteilung von Egon Zehnder International an die Medien. Wechselkursbereinigt sei der weltweite Umsatz um fast ein Drittel gestiegen.

Zur Erinnerung: 2009 hatten die Kopfjäger einen Umsatzverlust von über einem Viertel hinnehmen müssen, vgl. ConsultingStar, Bericht vom 9. März 2010.

Wer Zehnders Zahlenwerk genauer studiert, bemerkt, dass die Consultants vor allem in Europa stark sind. Hier erzielt Zehnder 56 Prozent seines Umsatzes. Die Zehnder-Berater in Nord- und Südamerika haben lediglich ein Viertel der gesamten Honorare erwirtschaftet – und damit prozentual gesehen genauso viel wie im Vorjahr. Das Asiengeschäft hat dagegen leicht an Bedeutung gewonnen. Hier kletterte der Umsatzanteil 2010 um zwei auf 19 Prozent.

Die Zahlen zeigen auch, dass die Consultants ihr Geld in erster Linie mit der Suche nach Topmanagern verdienen: 78 Prozent des Umsatzes entfällt auf den Geschäftsbereich Executive Search. Im Bereich Talent Management (Personalbeurteilung und Entwicklung von Führungskräften) erzielt Zehnder gerade einmal 12 Prozent seiner Honorare, im Bereich Board Consulting (Besetzung von Aufsichts- und Beiräten) lediglich sieben Prozent.

Die besten Kunden von Egon Zehnder International sind Banken, Versicherungen und Industrieunternehmen. Auf diese Branchen entfällt fast ein Viertel des Gesamtumsatzes

Kein Billigheimer

Zehnder gilt nicht gerade als Billigheimer der Branche. Von daher ist es nicht weiter erstaunlich, dass zu den Kunden der Consultants vor allem Großunternehmen zählen, bei denen ein paar Zehntausend Dollar, Euro oder Franken mehr keine Rolle spielen. Lediglich 40 Prozent des Umsatzes stammten laut Firmenangaben aus dem Geschäft mit Unternehmen, die weniger als 1000 Mitarbeiter beschäftigen.

Was das laufende Jahr angeht, zeigt sich Zehnders Deutschlandchef trotz Libyenkrieg und Japankrise optimistisch: Er rechne mit einem Wachstum in der Größenordnung von acht bis 12 Prozent, so von Schmettow gegenüber einer deutschen Tageszeitung.

pan

 


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