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Personalberatungsfirma Neumann International ist pleite 
Personalberatungsfirma Neumann International ist pleite |
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| 10. Oktober 2011 | |
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„Wir sind eines der führenden Personalberatungsunternehmen mit 30 Büros in 20 Ländern, das seit 40 Jahren erfolgreich international tätig ist.“ Mit diesem Anzeigentext suchte Neumann International noch vor wenigen Wochen nach Verstärkung für seine Researcher-Truppe in Düsseldorf. Seit Ende vergangener Woche steht fest, dass das österreichische Beratungshaus zahlungsunfähig ist.
Ein Schuldenberg von über 14 Millionen Euro lastet auf Neumann International. Insgesamt stünden 113 Arbeitsplätze auf dem Spiel, berichten übereinstimmend mehrere österreichische Zeitungen. Dabei geht es nicht nur um die Unternehmenszentrale in Wien: „Sämtliche nicht gewinnbringenden Niederlassungen und Tochtergesellschaften müssen geschlossen werden“, heißt es im Konkursantrag des mit dem Fall beauftragten Rechtsanwalts Michael Lentsch aus Wiener Neustadt.
„Katastrophales Ergebnis“
Auslöser der Insolvenz sei die schwierige Situation in Ost- und Südeuropa, so das Unternehmen in einer am vergangenen Donnerstag verbreiteten Mitteilung. „Die Monatsergebnisse ab Mai 2011 zeigten erhebliche Ergebnisabweichungen, die in einem schlicht katastrophalen Ergebnis im August gipfelten“, heißt es im Konkursantrag.
Pikant bei dieser Pleite: Der Franzose Serge Lamielle – Chef von Neumann International und Leiter des Pariser Neumann-Büros – steht seit 2010 als Chairman of the European Board an der Spitze der Association of Executive Search Consultants (AESC). Man darf gespannt sein, wie die internationale Headhunter-Vereinigung auf diesen Vorfall reagieren wird. Niederlassung in Düsseldorf Neumann International gehört zur ebenfalls insolventen Wiener Ward Howell Euroselect Personalberatung GmbH, und zwar unter Zwischenschaltung einer britischen Limited. In Deutschland unterhält das Unternehmen eine Niederlassung mit Sitz in Düsseldorf, zu der auch ein weiteres Büro in München gehört. Die deutsche Tochtergesellschaft war 2007 in die roten Zahlen gerutscht. 2008 vergrößerte sich das Minus laut Handelregister auf rund 238.000 Euro. Dennoch soll die deutsche Tochter offensichtlich weiter geführt werden. Im Konkursantrag heißt es dazu: „Die Zielstruktur besteht aus der Zentrale in Österreich samt Filialen und den Niederlassungen in Deutschland und Frankreich.“ Erste Turbulenzen bereits 2001 Neumann International wurde 1971 von dem Branchenpionier Helmut Neumann gegründet. Der Österreicher dehnte seine Aktivitäten schnell nach Deutschland und in die Schweiz aus. In den 80iger Jahren baute der Consultant weitere Stützpunkte in Europa auf, unter anderem in Frankreich, Italien und Spanien. 1992 folgte der Gang an die Wiener Börse. Ende der 90iger Jahre zog sich das Unternehmen wieder von der Börse zurück. In den Jahren 2001/2002 geriet Neumann International zum ersten Mal in eine Schieflage. Die deutsche Tochtergesellschaft firmierte damals unter der Bezeichnung H. Neumann International GmbH. Geschäftsführer waren Jutta Held und Werner Eickmeyer. Im Januar 2003 mussten Held und Eickmeyer wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung den Gang zum Konkursrichter antreten. pan |









