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Ray & Berndtson mit Studie über die Folgen des demografischen Wandels

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1. Dezember 2008

Bis zum Jahr 2020 wird sich der Anteil älterer Manager in den Unternehmen drastisch erhöhen. Die Personalverantwortlichen müssen deswegen bereits jetzt beginnen, das Potenzial der Generation 50plus gezielt zu nutzen. Wer dies versäume, riskiere die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens, so die Personalberater von Ray & Berndtson.

In spätestens zehn Jahren werde jede dritte Fach- und Führungskraft älter als 50 sein, heißt es in der Studie, die vom Bonner Institut Zukunft der Arbeit (IZA) 2006 erstellt und jetzt im Auftrag von Ray & Berndtson aktualisiert worden ist.

Weitere zentrale Aussagen: Bis zum Jahr 2025 werden bei den unter 50-Jährigen rund 600.000 Fach- und Führungskräfte weniger vorhanden sein als heute. Das entspricht einem relativen Rückgang von 20 Prozent. Und: Im Jahr 2050 wird die Zahl der verfügbaren Fach- und Führungskräfte insgesamt um ein Drittel geringer sein als heute.

Falsche Strategie

Die Unternehmen sind auf diese dramatische Entwicklung schlecht vorbereitet. „Viele sehen den Ausweg vor allem darin, den Wettbewerb um gut ausgebildete, junge Nachwuchskräfte zu intensivieren“, sagt Franz-Josef Nuß, Partner von Ray & Berndtson in München. Diese Strategie werde jedoch nicht aufgehen, so der Consultant.

Alternativen zur Nachwuchsförderung bestehen darin, Ältere länger im Unternehmen zu halten, das Potenzial von Frauen stärker als bisher zu nutzen oder auf eine verstärkte Rekrutierung von ausländischen Fach- und Führungskräften zu setzen. Zurzeit steigt vor allem die Bereitschaft der Unternehmen, ältere Arbeitnehmer einzustellen oder länger als bisher zu beschäftigen.

„Während ein Alter von 50 Jahren bisher häufig die Obergrenze für die Besetzung von Führungspositionen war, suchen immer mehr Unternehmen jetzt bewusst nach älteren Managern mit Fachwissen und Lebenserfahrung“, so Kajus Rottok, Geschäftsführer von Ray & Berndtson Deutschland. „Die Chancen der über 50-Jährigen werden sich daher spürbar verbessern. In der Finanzbranche beispielsweise, die aktuell schwierige Zeiten erlebt, sind krisenerfahrene Führungskräfte zur Zeit besonders gefragt“, so Rottok.

Nachfrage nach Audits

Die Besinnung auf ältere Führungskräfte rückt auch die Analyse des Managementpotenzials bestehender Mitarbeiter wieder stärker in den Vordergrund. Deswegen sei aich die Nachfrage nach Management Audits gestiegen, heißt es in der Mitteilung von Ray & Berndtson.

Die Erschließung des Potenzials älterer Führungskräfte setze kreative Ansätze voraus, um die Diskrepanz zwischen Entlohnung und Leistungsfähigkeit im Alter zu verringern. Projektorientierte Verträge und Beraterfunktionen stellen hier Optionen dar, die in Zukunft stärker an Bedeutung gewinnen werden. Sie eignen sich auch dazu, die Motivation aufstrebender jüngerer Führungskräfte zu erhalten, die bei einer einfachen Verlängerung des Verbleibs von älteren Managern in ihrer Position möglicherweise länger auf eine Aufstiegsmöglichkeit warten müssten.

Die Studie „Personalpolitische Strategien deutscher Unternehmen zur Bewältigung demografisch bedingter Rekrutierungsengpässe bei Führungskräften“, Bonn/Frankfurt 2006, ist kostenlos bei Ray & Berndtson erhältlich. Ebenso deren aktualisierte Kurzfassung „Talente finden, halten, entwickeln“, Bonn/Frankfurt 2008.

 


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