ConsultingStar.com – Nachrichten und Exklusiv-Informationen über Consultants und andere Professionals


Homepage - Nachrichten - IT-Beratung - ThyssenKrupp beschleunigt seine Transporte mit T-Systems


ThyssenKrupp beschleunigt seine Transporte mit T-Systems

Drucken E-Mail
12. November 2009
Der Frankfurter IT-Dienstleister T-Systems hat für ThyssenKrupp eine Lösung zum automatischen Identifizieren und Lokalisieren seiner Transporte entwickelt. Der deutsche Stahlkonzern spare dadurch Zeit und Geld, so T-Systems in einer heute veröffentlichten Mitteilung.

Rund fünf Millionen Tonnen Stahl wird das Werk von ThyssenKrupp in der Bucht von Sepetiba im Staat Rio de Janeiro produzieren. Von dort aus gehen dann jährlich etwa 250.000 Stahlblöcke auf die Reise nach Nordamerika und Europa.

120 Schiffe pro Jahr

Wenn der Hafen in Betrieb geht, werden dort 120 Schiffe pro Jahr an- und ablegen können. Von Südamerika aus wird der Stahl nach Alabama, USA, oder via Rotterdam nach Duisburg und Bochum transportiert.

Die von T-Systems entwickelte Lösung basiert auf der kontaktlosen Erkennungs- und Erfassungstechnik RFID (Radio Frequency Identification). Durch den Einsatz dieser Technik verkürze sich die für den Umschlag benötigte Zeit, so T-Systems. Zudem werde die Sicherheit des Personals erhöht, da es dank RFID einen größeren Sicherheitsabstand beim Verladen des Stahls einhalten könne.

Auch werden mit der Identifikationstechnologie die logistischen Abläufe insgesamt transparenter und lassen sich somit besser steuern.

In einer Etikettierstation kleben Mitarbeiter RFID-Tags auf durchschnittlich rund 20 Tonnen schwere Rohstahlblöcke, bevor diese so genannten Brammen verschifft werden.

Kleine, funkende Computer

Die Minicomputer mit Sendeeinrichtung enthalten eine Identifikationsnummer (ID), die jeden Stahlblock eindeutig kennzeichnet. Lesegeräte können dann berührungslos die ID-Nummern beliebig oft auf ihrem Weg von Brasilien in die weiterverarbeitenden Walzwerke lesen.

Da das händische Ablesen der ID-Nummer entfällt, wissen die Kranführer in den Zielhäfen sofort, an welchen Empfänger die Brammen gehen und wo sie auf dem Kai abgesetzt werden müssen.

Durch diese Vorsortierung werde die Verladezeit deutlich verkürzt, so T-Systems.

Der Einsatz von RFID erhöht nicht zuletzt auch die Sicherheit der Hafenmitarbeiter, da die ID-Nummern auf den Brammen nun automatisch abgelesen werden können. Die Hafenarbeiter müssen sich daher weniger im Gefahren- und Schwenkbereich der Kräne aufhalten.

Datenverkehr läuft über Frankfurt

Der gesamte RFID-Datenverkehr aus Brasilien, den USA, den Niederlanden und Deutschland läuft über ein Rechenzentrum von T-Systems in Frankfurt am Main.

Die zentrale Plattform liefert dann ein komplettes Abbild des Transportweges für jede einzelne Bramme – vom Stahlwerk über den Verladehafen bis zur Weiterverarbeitung.

Zugriff auf die von T-Systems bereitgestellte Plattform für so genannte AutoID-/Right Time Enterprise Services haben registrierte Nutzer über Internet.

Zusätzlich informiert das System bestimmte Mitarbeiter des Stahlkonzerns, wenn beispielsweise Brammen falsch verladen oder Transportzeiten überschritten werden.

T-Systems kann von Frankfurt aus alle RFID-Lesepunkte weltweit fernsteuern und bei Störungen eingreifen.

ts/pan

 


Stichwortsuche
Durchsuchen Sie alle Nachrichten und Profile von ConsultingStar.com



Neu registriert


Umfrage
Yahoo-Chef Thompson hat seinen Lebenslauf frisiert - und muss gehen. Richtig so?