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Detecon: IT-Manager schwärmen von datenzentrischen Geschäftsmodellen

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15. April 2010
Die IT-Welt hat ein neues Gesprächsthema: Datenzentrische Geschäftsmodelle. Dabei geht es um das Sammeln, Aufbereiten und Vermarkten von Informationen. Diese Geschäftsmodelle seien gerade für traditionelle Unternehmen attraktiv, sagt Volker Rieger, Partner beim IT-Beratungshaus Detecon mit Blick auf eine heute veröffentlichte Umfrage.

150 IT-Führungskräfte aus verschiedensten Branchen standen den Experten von Detecon Rede und Antwort. Nahezu alle vertraten die Ansicht, dass Daten und Informationen beim Aufbau neuer Produkte und Dienstleistungen als strategisch besonders wertvolles Gut einzuschätzen sind.

Auch physische Produkte

„Während Unternehmen wie Google Informationen vor allem über werbefinanzierte Geschäftsmodelle auf direktem Wege vermarkten, besteht zunehmend ein Trend darin, auch physische Produkte mit Informationssphären aufzuladen“, sagt Volker Rieger.

Beispielsweise sind heute schon Laufschuhe mit Sensoren ausgestattet, welche Trainingsdaten ins Internet laden. Dort lassen sich die Daten visualisieren und mit denen anderer Läufer vergleichen. Auf diese Weise entstehen Communities und es baut sich eine neue Erlebniswelt für Kunden auf. So könnten auch Unternehmen klassischer Industrien vom Social-Media-Boom profitieren.

Die Detecon-Umfrage zeigt zudem, dass immer mehr Nutzer produktbezogenen Daten einen hohen Wertgehalt zusprechen und den verstärkten Einsatz in webbezogenen Geschäftsmodellen deutlich begrüßen.

Der Mehrwert von Informationsprodukten entsteht laut Detecon nicht in linearen Wertschöpfungsketten, sondern durch vielfältige Interaktionen in komplexen Wertschöpfungsnetzen, in die auch die Nutzer wesentlich eingebunden sind.

Starke Partnerschaften

„Umso wichtiger sind daher eine klare kundenorientierte Strategie und starke Partnerschaften, da nur wenige Unternehmen alle Wertschöpfungsbereiche von der Generierung über die Aggregation, Integration, Analyse bis hin zur Präsentation übernehmen“, betont Rieger.

Zusätzlich müssen die internen Erfolgsfaktoren im Bereich der IT-Architektur und des Enterprise Information Management etabliert sein.

Rieger erwartet deshalb, dass die Nachfrage nach Software und Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette in den nächsten Jahren zweistellig wachsen wird: „Viele Unternehmen beginnen jetzt, wesentliche Elemente eines datenzentrischen Geschäftsmodells wie Master Data Management oder die Sicherstellung von Datenqualität konsequent umzusetzen“, so der Experte.

econ/pan

 


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