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Cirquent: Ergebnisse von Business Intelligence meist enttäuschend

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5. Mai 2010
Großer Aufwand, kleiner Nutzen: Über neun Milliarden Dollar im Jahr geben Unternehmen rund um den Globus für Business Intelligence aus. Nur für den Kauf der Software, wohlgemerkt. Die Ergebnisse, die man mit dem Einsatz dieser Management Tools erzielt, sind jedoch enttäuschend. Das zeigt eine Studie, die das Münchner Beratungshaus Cirquent gestern veröffentlicht hat.

Business-Intelligence-Anwendungen sind ein wesentlicher Faktor für ein leistungsfähiges Reporting und damit fester Bestandteil der IT-Unterstützung der Unternehmenssteuerung.

Basisanforderungen werden erfüllt

Die meisten Studienteilnehmer sagen, dass Business Intelligence, kurz BI, die fachlichen Basisanforderungen an das Reporting erfüllt.

Allerdings werden verschiedene BI-Werkzeuge häufig nebeneinander eingesetzt. Dies führt zu Mängeln in Bezug auf Konsistenz, Datenqualität sowie Effizienz in der Bereitstellung der Berichte. Entsprechend hoch ist der Nachbearbeitungsaufwand, um zu einer einheitlichen und verbindlichen Interpretation der Daten zu kommen.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie „BI Challenge“. Die Arbeit haben haben die Experten von Cirquent gemeinsam dem Wissenschaftler Arnold Picot erstellt – dem Leiter des Instituts für Information, Organisation und Management an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Ziel war es, einen Überblick über den Einsatz von Business Intelligence in deutschsprachigen Unternehmen zu vermitteln. Darüber hinaus zeichnen die Autoren ein Bild davon, welches die heutigen und künftigen Herausforderungen an BI-Lösungen sind und wie sich die Unternehmen diesen Aufgaben stellen.

Insgesamt nahmen über 150 Führungskräfte teil, die in Banken, Versicherungen, im Handel und in Dienstleistungsunternehmen tätig sind, zumeist in der IT-Abteilung oder im Controlling.


Zentrale Stelle für Business Intelligence

Nach Ansicht der Befragten könnte eine zentrale Stelle für Business Intelligence zu mehr Leistung verhelfen, indem sie die Anforderungen über Hierarchieebenen und Unternehmensfunktionen hinweg abgleicht, priorisiert und umsetzt. Ein solches Business Intelligence Competence Center fehlt aber oft.

Zudem mangelt es nicht selten an einer BI-Strategie, die auf längere Sicht eine Verbesserung bewirken könnte.

Für viele der Befragten ist das effiziente Bereitstellen von BI-Berichten die zentrale Aufgabe. Zukunftsweisende Modelle wie etwa Closed Loop BI stoßen dagegen auf Skepsis, obwohl erkannt wird, dass der Bedarf an weitergehenden Analyse- und Reportingfunktionen wächst.

An Entwicklungen wie Real Time Reporting sind die teilnehmenden Unternehmen durchaus interessiert. Sie lassen allerdings erkennen, dass bislang keine großflächige Nutzung geplant ist.

Einer irgendwie gearteten Auslagerung von BI-Systemen und -Prozessen stehen die befragten Unternehmen kritisch gegenüber. Die Mehrzahl der Teilnehmer begründet dies mit dem Risiko, Unternehmensdaten in fremde Hände zu geben.

Qualität der Daten lässt zu wünschen übrig

Insgesamt zeigen die Studienergebnisse, dass die Datenqualität in den teilnehmenden Unternehmen hinter den Anforderungen an ein leistungsfähiges Berichtswesen zurückbleibt.

Auch der Ausbau der Analysefunktionalität, etwa in Bezug auf Szenariotechniken, sowie die Steigerung der Anwenderfreundlichkeit der BI-Werkzeuge stünde in den kommenden Jahren auf der Agenda.

Als weitere Herausforderung nennt die Studie die Systemintegration von Daten, die zur strategischen Steuerung benötigt werden.

Wie es heißt, erkennen die Unternehmen die genannten Mängel durchaus, zögern aber, sie entschlossen mit neuen BI-Konzepten anzugehen.

Hier spricht die Studie von einem Dilemma, vor dem viele Unternehmen stehen: Sollen sie sich eher auf die Konsolidierung einer heterogenen Landschaft von BI-Werkzeugen konzentrieren oder ohne Verzögerung neue Verfahren einführen, um dem aktuellen Bedarf zu genügen?

Gezielte Maßnahmen

Um diese Frage zu beantworten, schlägt die Studie vor, die betreffende BI-Lösung grundlegend darauf zu überprüfen, welchen Reifegrad sie fachlich, technisch und organisatorisch erreicht hat. Auf dieser Basis ließen sich dann gezielt Maßnahmen planen, um die Lösung auf einen insgesamt hohen Stand zu bringen.

ent/pan

Mehr über Cirquent bei ConsultingStar:

http://www.consultingstar.com/details/cirquent-gmbh.html

 

 


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