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BearingPoint: Verwaltung sollte ihre Informationstechnik modernisieren

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10. Mai 2010
Die öffentliche Verwaltung sollte ihre IT-Systeme auf den neuesten Stand bringen. Die entsprechenden Ausgaben würden sich nicht nur auf die Klimabilanz positiv auswirken, sondern auch helfen, Geld zu sparen. Diesen Schluss zieht die Beratungsfirma BearingPoint aus einer neuen Studie.

Für die Studie untersuchten die IT-Experten von BearingPoint einen klassischen, drei Jahre alten Desktop-Computer, wie er gegenwärtig noch in vielen deutschen Behörden zum Einsatz kommt.

Der Energieverbrauch wurde bei gleichem Betrieb mit einem neuen Desktop-Modell mit energieeffizienter Hardware und Softwarekonfiguration sowie einem Thin-Client – ein schlankeres Endgerät, dessen Datenverarbeitung auf einen zentralen Server ausgelagert ist – verglichen. Alle Systeme wurden mit Microsoft Windows ausgestattet.

Wesentlich effizienter

Ergebnis: Moderne IT-Umgebungen sind wesentlich energieeffizienter als gerade einmal drei Jahre alte Systeme. Die Bundesverwaltung könnte durch einen Austausch der Arbeitsplatzsysteme ihr Ziel, den Energieverbrauch im IT-Betrieb bis 2013 um 40 Prozent zu reduzieren, im Desktop-Computer-Bereich heute schon erreichen.

Grund: Thin-Clients und neue Desktop-Computer verbrauchen weniger als die Hälfte der Energie im Vergleich zu bestehenden Systemen. Letztere können den Verbrauch sogar um bis zu 63 Prozent reduzieren.

Die gegenwärtig verwendeten Referenz-Computer verbrauchen im aktiven Modus alle fünf Minuten 123,55 Watt, der moderne Rechner nur noch 41,29 Watt.

Dabei überrascht, dass Thin Clients entgegen der gängigen Annahme nicht energieeffizienter arbeiten als moderne Desktop-Computer. „Die Einsparungen bei den schlanken Endgeräten, welche durch Auslagerung der Datenverarbeitung erzielt werden, stehen einem entsprechend höheren Bedarf im Rechenzentrum gegenüber
“, sagt Stefan Pechardscheck, Partner bei BearingPoint.

Hinzu komme, dass die Energieaufnahme von Desktop-Computern durch die Weiterentwicklung von Chiptechnologien und Netzteilen sowie einer Optimierung der Betriebssysteme in den letzten Jahren erheblich gesenkt werden konnte. Aber: „Welche IT-Architektur letztendlich zur höchsten Kostenreduktion führt, muss jedoch individuell bewertet werden. Immense Vorteile bietet eine Umstellung für Verwaltung und Unternehmen in jedem Fall“, so der Berater.

Hardware und Konfigurationen

Neben der Client-Architektur haben sparsame Netzteile, Server und andere Hardwarekomponenten eine erhebliche Auswirkung auf den Energieverbrauch. Ein optimales Ergebnis hängt jedoch nicht nur von technischen Voraussetzungen ab, sondern auch von den Anwendungsanforderungen und dem Nutzerverhalten.

Konfigurationen der Software, wie energieeffiziente Einstellungen, das richtige Energieschema oder Vorgaben für automatische Abschaltzeiten, sind mitunter entscheidend.

„Bei richtigem Einsatz können sich die Kosten für die Einrichtung eines modernen, grünen IT-Betriebs durch Energieeinsparungen innerhalb von zwei Jahren amortisieren. Green IT-Initiativen sollten daher als strategischer Faktor zur Kostensenkung gesehen werden.“, so Pechardscheck.

bp/pan 

 


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