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Wassermann AG mit Studie über den Nutzen komplexer Supply Chains

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19. Juli 2011
Supply Chain Management die unternehmensübergreifende Planung, Steuerung und Kontrolle aller logistischen Aufgaben in einer Lieferkette ist eine komplexe Angelegenheit. Diese Komplexität birgt jedoch auch Chancen. Man müsse sie nur nutzen, so das Münchner Beratungshaus Wassermann AG mit Blick auf eine heute veröffentlichte Studie.

Die Studie basiert auf einer Umfrage sowie vertiefenden Interviews mit Supply Chain Managern und Logistikexperten, die im vergangenen Februar an dem Kongress Vision-Days 2011 in München teilgenommen hatten. Die Umfrage wurde von Münchner Wissenschaftlern durchgeführt mit Unterstützung des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik und der Wassermann AG.

Weitere Steigerung der Komplexität

Zentrales Ergebnis: Die überwiegende Mehrheit der Befragten erwartet eine weitere Steigerung der Komplexität in der Lieferkette ihres Unternehmens. Diese Aussage trifft für alle Unternehmen in allen Branchen zu – egal ob Mittelständler oder Großkonzern.

Allerdings wird die Dynamik der Komplexität von sogenannten System- oder Tier-1-Lieferanten besonders stark wahrgenommen. Das wird bei der Frage nach den Triebfedern der Komplexität deutlich: So sagen alle Befragten, dass Nachfrage und Kundenanforderungen immer stärker schwanken. Während aber für Handel und Erstausrüster die Globalisierung der Absatzmärkte die größte Rolle spielt, sehen Tier-1- und Tier-2-Lieferanten in den wachsenden Anforderungen der Produktionssysteme den wesentlichen Treiber für die Komplexität.

Die meisten Befragten sagen, dass die Beherrschung der Komplexität Vorrang habe. Das Vermeiden oder Abschaffen von Komplexität sehen sie nicht als ihre vordringliche Aufgabe an.

Hoffnung auf Wettbewerbsvorteile

Eine deutliche Mehrheit sieht in komplexen Supply Chains durchaus die Chance, Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Unter den Lieferanten stimmen dieser Aussage sogar über 90 Prozent der Befragten zu.

Befragt nach den Maßnahmen und Instrumenten im Bereich Komplexitätsmanagement überwiegt auf allen Stufen der Supply Chain die Prozessmodularisierung. Dennoch bleibt im Handel und bei den Erstausrüstern der Bestand der wesentliche Puffer, während vor allem Tier-1- und Tier-2-Lieferanten vermehrt auch Kapazitäts- und Zeitpuffer einsetzen.

„Unternehmen nutzen derzeit nicht alle relevanten Hebel zur Reduzierung, Beherrschung und Vermeidung von Komplexität über die gesamte Supply Chain", sagt Studienautor André Krischke. Nur ein Fünftel der Befragten nutze zum Beispiel Instrumente wie Trend-Management, Szenario-Planung oder Simulation, obwohl sie dadurch die dynamische Komplexität in ihren Lieferketten besser beherrschen könnten.

Geeignete Methoden

Auch im Umgang mit den Risiken der Supply-Chain-Planung werden geeignete Methoden wie Standardisierung, Zentralisierung, Postponement und Mehrfachqualifikation eher zurückhaltend genutzt.

Günter F. Baumann, Vorstand der Wassermann AG: „Die Antworten der befragten Supply Chain Manager zeigen zwar, dass Komplexität tatsächlich als Chance gesehen wird. Allerdings gibt es bei der Planung in dynamischen Systemen noch viel Optimierungspotenzial. Aus unserem Projektgeschäft wissen wir, wie sehr die Unternehmensplanung von Simulationen und dem Durchrechnen verschiedener Szenarien profitiert. Auf Basis so gewonnener Erkenntnisse fällt es dann auch leichter, Supply Chain Strategie und Unternehmensstrategie zu integrieren.“

pan

Mehr über die Wassermann AG bei ConsultingStar finden Sie hier .

 


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