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Experten der Karlsruher Xact4u Strategy Consulting AG haben eine Methode entwickelt, mit der Unternehmen bis zu neun Prozent ihrer IT-Kosten sparen können. Es handelt sich um eine Kombination verschiedener Maßnahmen, die das Kundenbeziehungsmanagement mit Software der Oracle-Tochter Siebel verbessern. Die Einsparungen lassen sich sowohl beim Inhouse-Betrieb als auch bei einem teilweisen oder vollständigen Outsourcing der genannten CRM-Lösungen erzielen, so Xact4u Strategy Consulting in einer aktuellen Mitteilung.
„Unsere Erfahrungen aus zahlreichen Projekten haben gezeigt, dass sich
viele CRM-Systeme inzwischen im fortgeschrittenen Bereich ihres
Lebenszyklus befinden“, sagt Xact4u-Vorstand Mario Pufahl. Damit
stehe zunehmend die Kostenoptimierung im Vordergrund. Zusätzlich bietet
sich die Notwendigkeit, in der aktuellen wirtschaftlichen Situation die
eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Generell komme es bei der
Kostenoptimierung auf die Wahl der wesentlichen Stellhebel an, heißt es in der Mitteilung von Xact4u. Nach den Erfahrungen der Berater existieren verschiedene
Bereiche mit unterschiedlichen Einsparpotenzialen. Dazu gehören
beispielsweise:
1. Konsequent Service Level Agreements (SLA) umsetzen: Die
Service-Vereinbarungen mit dem internen oder externen Dienstleister
stehen häufig nur auf dem Papier und dienen nicht immer als Instrument
der Steuerung der Qualität und des Umfangs von Diensten. Oftmals werden
vertragliche Regelungen auch intransparent aufgesetzt. Als Folge werden
Minderleistungen nicht wahrgenommen, müssen aber dennoch voll bezahlt
werden. Durch die Optimierung entsteht eine Kostenentlastung von bis zu neun Prozent.
2. Die Betriebsprozesse standardisieren: Durch eine Standardisierung
der Prozessschnittstellen zwischen Fachbereich und IT lassen sich
ebenfalls Kostenersparnisse erzielen. Obwohl viele Unternehmen ihre
Serviceprozesse (z.B. Applikationssupport) bereits stark standardisiert
haben (z.B. nach ITIL), lassen sich in vielen Fällen noch erhebliche
Kostenersparnisse zwischen acht und neun Prozent erzielen.
3. Change Request-Verfahren effizienter gestalten: Änderungswünsche an
das CRM-System auf der technischen oder funktionalen Ebene sind schnell
gestellt, erzeugen aber regelmäßig einen beträchtlichen Aufwand, ohne
dass möglicherweise vorher der Nutzen und Prioritäten klar definiert
wurden. Dies ist insbesondere bei großen CRM-Installationen mit festen
Releasezyklen der Fall. Auf der anderen Seite gehen notwendig gewordene
Änderungen, die durch veränderte Anforderungen an das Geschäft
entstehen, häufig unter. Deshalb sind formale Change Request-Verfahren
notwendig, die zu einer deutlichen Konzentration der Maßnahmen führen
und auf diese Weise eine Minderung der Kosten von bis zu neun Prozent
bewirken.
4. Wartungskosten kritisch unter die Lupe nehmen: Bei einer genauen
Berechnung der Kostenblöcke und Identifizierung der Kostentreiber
werden häufig versteckte Optimierungspotenziale entdeckt. Zudem stellt
sich die Frage, ob die richtigen Vertragstypen bei der Hard- und
Software-Wartung gewählt wurden. Werden alle Verbesserungsmöglichkeiten
genutzt, entsteht eine Entlastung der Wartungsbudgets um bis zu vier Prozent.
„Auch in der IT-Architektur selbst und in der IT-Infrastruktur finden
sich im Regelfall noch beträchtliche Potenziale zur Kostenoptimierung“, sagt Stefanie Simon, Senior Management Consultant bei Xact4u. Um die Unternehmen bei ihren
Bestrebungen zur wirtschaftlichen Optimierung zu unterstützen, hat Xact4u eine systematische Methodik entwickelt, mit der sich die
IT-Betriebskosten von CRM-Systemen begrenzen lassen. Dabei werden
zunächst die Struktur und Herkunft der Kosten transparent gemacht.
„Um
die wirtschaftliche Basis optimieren zu können, muss man ihre Ursachen
und Bedingungen kennen und verstehen“, so Pufahl. Zu diesem Zweck
müssen insbesondere die vertraglichen Aspekte sowie die
Prozessstrukturen und Kennzahlenverhältnisse sowohl quantitativ als
auch qualitativ untersucht werden. Hierzu leistet die Methodik der Xact4u einen wesentlichen Beitrag, indem sie eine Bewertung auf
unterschiedlichen Ebenen vornimmt:
a) Vertragliche Ebene: Es werden die stehenden Lieferanten- und
Dienstleistungsverträge analysiert und Ansatzpunkt aufgezeigt, welche
inhaltlichen und strukturellen Anforderungen an Vertrags-/
Leistungsvereinbarungsdokumente in vergleichbaren Konstellationen im
Markt existieren. Dies gilt insbesondere für die Leistungs-/
Servicekataloge, SLAs und SLA-Reports.
b) Prozessuale Ebene und KPIs: Xact4u analysiert die Prozesse in
Anlehnung an Standards und Best Practices. Gleichzeitig werden zu
wesentlichen KPIs im Siebel-Betriebskostenumfeld gesicherte
Vergleichswerte geliefert (beispielsweise zum Incident Management und
den dazu gehörigen KPIs), um konkrete Optimierungspotenziale
aufzuzeigen.
c) Ebene der Kostenstrukturen: Es werden innerhalb der Kostenstrukturen
des Siebel-Betriebs substanzielle Verbesserungsmöglichkeiten analysiert
und die jeweiligen Einsparpotenziale durch einen Vergleich mit den
Werten ähnlicher Implementierungen konkret benannt.
Pufahl sieht den Nutzen einer konsequenten
Kostenanalyse nicht nur darin, die wirtschaftliche Belastung zu
mindern. „Die höhere Transparenz erzeugt auch eine messbare Qualität
für das Business und gibt den Investitionsplanungen eine gesichertere
Basis“, so der Consultant.
Xact4u/pan
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