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Centracon mit Leitfaden zur Virtualisierung von IT-Anwendungen

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31. März 2009
Das Problem plagt viele IT-Manager: In der Abteilung X liegen IT-Kapazitäten brach, während die Abteilung Y nicht genug Leistung bekommen kann. Lösung: Die sogenannte Virtualisierung von IT-Systemen. Dass dabei nicht nur technische, sondern auch strategische Aspekte zu beachten sind, wird oft genug übersehen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Experten des Leverkusener Beratungshauses Centracon die Mühe gemacht und sieben Faktoren identifiziert, die den Erfolg einer Virtualisierung bestimmen.

1. Die Ziele konsequent aus den Business-Strategien ableiten: Die Hinwendung zur Virtualisierung ist zunächst einmal nur eine technische Entscheidung und führt dadurch noch nicht zwangsläufig zu positiven Effekten für die IT-Organisation und das Business. Deshalb muss anhand der übergreifenden Unternehmens- und IT-Strategien ein Zielkatalog erarbeitet werden, der sich gleichzeitig an zentralen Grundsätzen wie Nachhaltigkeit, Kostenregression und Servicequalität orientiert.

2. Vor einer technologischen Festlegung mögliche alternative Architekturkonzepte analysieren: Bereits in der frühen Planungsphase bedarf es einer komplexen Betrachtung der Architekturperspektiven, bei der gerade auch alternative Lösungsansätze einzubeziehen sind. Denn eine zu wenig am Bedarf ausgerichtete Architekturentscheidung lässt sich später nur noch mit hohem Aufwand korrigieren. Bei der Entwicklung mehrwertorientierter Alternativmodelle für die Anwendungsvirtualisierung sind neben der Technologie besonders auch die möglichen Standardisierungspotenziale, Betriebsaspekte sowie der Nutzen für das Kerngeschäft zu betrachten.

3. Sich den organisatorischen Herausforderungen stellen:
Einen maximalen Nutzen der Virtualisierung können Anwender nur realisieren, wenn eine konsequente Integration in die Gesamtorganisation erfolgt. Deshalb sind bereits im Planungsstadium zentrale Aspekte wie die Einbindung aller relevanten IT-Abteilungen, Auswirkung auf Prozesse und IT-Organisation sowie deren Veränderungen, aber auch die Schnittstellen zu den Fachabteilungen und externen Dienstleistern zu berücksichtigen.

4. Entscheidung absichern: Weil bei heutigen Infrastrukturprojekten sehr komplexe Erfolgsparameter bestehen, ist ein Absicherung des präferierten Vorhabens durch eine Nutzwertanalyse empfehlenswert. Toolgestützt stellt sie in einer mehrdimensionalen Matrix vielfältige quantifizierbare und so genannte „weiche“ Kriterien vergleichbar dar. Zusätzlich sollten Business Cases erarbeitet werden, um den wirtschaftlichen Nutzen transparent zu machen.

5. Eine zu hohe Projektkomplexität vermeiden:
Mit der Virtualisierung verändern sich Grundprinzipien der Infrastruktur und der Methoden beim Client-Management. Deshalb ist es vorteilhafter, mit überschaubaren Projekten zu beginnen. Trotzdem muss ein Big Picture oder ein Blueprint des Ganzen vorhanden sein, an dem sich die Anfangs- und Folgeprojekte wie ein roter Faden orientieren müssen.

6. Quick-win-Projekte helfen der Akzeptanz: Die Virtualisierung hat grundsätzlich das Potenzial, einen hohen wie verhältnismäßig kurzfristigen Return on Investment (ROI) zu erreichen. Diesem Anspruch der schnellen Amortisation muss das erste Projekt unbedingt folgen, um Erfolge vorweisen zu können. Die Erkenntnisse der Wirtschaftlichkeit können so die Dynamik der weiteren Virtualisierungsstrategien positiv beeinflussen.

7. Tools für die Verwaltung von Virtualisierung einplanen: Sinnvoll ist ein möglichst hoher Grad an Automatisierung und Integration in die heutigen IT-Managementlösungen. Deshalb bedarf es nach der Umsetzung des Virtualisierungsprojekts effizienter Werkzeuge, mit denen sich die manuellen Aufgaben automatisieren, Kapazitätsplanungen durchführen oder die Provisionierungen realisieren lassen. Empfehlenswert ist zudem die Gestaltung von Workflows oder Self-Service-Angeboten zur Abbildung bestimmter Abläufe wie etwa Freigabe oder Beantragung virtueller Systeme oder Anwendungen.

acon/pan

 


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