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BARC-Analyse: Software AG mischt Markt für Business Intelligence auf 
BARC-Analyse: Software AG mischt Markt für Business Intelligence auf |
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| 22. Juli 2009 | |
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Software AG schluckt IDS Scheer. Die Meldung, die letzte Woche über die Ticker der Nachrichtenagenturen lief, sorgt für lebhafte Diskussionen unter IT-Experten. Christian Fuchs und Carsten Bange vom Würzburger Business Application Research Center (BARC) halten die Übernahme des Saarbrückener Beratungsspezialisten IDS Scheer durch den zweitgrößten deutschen Softwareanbieter für einen intelligenten Coup.
Finanz- und IT-Analysten diskutieren, ob der Kaufpreis von 15 Euro je IDS Scheer-Aktie zu hoch ist, was mit dem SAP-nahen Beratungsgeschäft passiert oder ob das Lösungsportfolio beider Anbieter zusammenpasst. Sehr gute Ergänzung
Einer der interessantesten Zukunftsmärkte wird dabei meist außer acht gelassen: Prozessorientierte Business Intelligence. Prozessmanagement kann erst funktionieren, wenn auch Prozessorientierte Business Intelligence die notwendigen Steuerungs- und Analysemöglichkeiten bereitstellt. An dieser Stelle ergänzen sich die Angebote der beiden Softwarehäuser sehr gut. Funktionen aus den Bereichen Datenintegration (Enterprise Application Integration, Enterprise Service Bus), operative Prozessüberwachung (Business Activity Monitoring - BAM) oder automatisierte Prozessausführung (Business Rule Management) können allerdings nur über Partnerprodukte abgedeckt werden (bspw. Systar im Bereich BAM). Die Software AG ist überwiegend ein Anbieter von Infrastruktursoftware für Geschäftsprozesse. Das Produktportfolio umfasst Lösungen für Datenmanagement und Datenintegration, serviceorientierte Architekturen (SOA) sowie die Automatisierung und Überwachung von Prozessen. Nicht die erste Übernahme Erst im Jahr 2007 hatte die Software AG den amerikanischen BPM- und BAM-Spezialisten webMethods übernommen, um das Produktportfolio in den genannten Bereichen auszubauen.
Dies sind genau diejenigen Infrastukturkomponenten, die bei IDS Scheer bisher fehlen.
Mit dem eigenen Angebot zu Datenintegration sowie Prozessausführung, -steuerung und -überwachung kann die Software AG, durch die Ergänzung um Funktionen in den Bereichen Prozessmodellierung, Prozessanalyse und -controlling von IDS, künftig ein nahezu komplettes Angebot für das Thema Prozessorientierte BI bieten. Führender Anbieter entsteht Die Übernahme muss jedoch erst vollzogen werden. Und eine technische Integration dauert in der Regel viele Jahre. Dennoch hat die Übernahme von IDS Scheer durch die Software AG das Potenzial, einen führenden Anbieter für prozessorientierte BI zu kreieren.
Prozessorientierung gewinnt als Managementprinzip an Bedeutung, aber „you can’t manage what you can’t measure“. Wesentlich ist die Transparenz über Prozesskennzahlen, die entscheidungsrelevante Informationen über Ablauf und Ergebnisse von Geschäftsprozessen auf Basis prozessbezogener Leistungsindikatoren liefern. Die Leistungsfähigkeit von Prozessen wird so direkt messbar, aber auch Fehlentwicklungen frühzeitig erkennbar. Der klassische Fokus der BI verschiebt sich von der strategischen, taktischen Ebene hin zur operativen Unterstützung im laufenden Betrieb. BI liefert somit wertvolle analytische Unterstützung bei der Früherkennung von Störungen im Prozessablauf, um schneller und gezielter reagieren zu können. Megatrend der Branche Eine aktuelle BARC-Marktstudie unter 136 deutschen BI-Softwareanbietern identifiziert die Überwachung und Steuerung operativer Prozesse mittels BI als einen der kommenden Megatrends der Branche. Der Markt für Softwarelösungen im Bereich Prozessorientierte BI ist allerdings noch sehr heterogen, dadurch stark segmentiert und unübersichtlich. Große Softwareanbieter wie SAP bieten heute in der Regel nur Basistechnologien an. Viele kleinere Nischenanbieter bieten Leistungen für bestimmte Aufgaben Prozessorientierter BI (bspw. BAM, Datenbanken etc.). Umfassende Softwarelösungen für Prozessorientierte BI existieren heute noch nicht. barc/pan |









