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Exagon mit Fragenkatalog zur Analyse von Outsourcing-Risiken

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10. August 2009
Bei Outsourcing-Projekten spielen die Schnittstellen zwischen Anwender und Provider eine entscheidende Rolle: „Sind die Prozesse dort nicht kompatibel, entsteht ein erheblicher Leistungsverlust“, sagt Joachim Fremmer, Geschäftsführer des Kerpener Beratungshauses Exagon Consulting & Solutions. Der Experte hat deshalb einen Katalog von zehn Fragen zusammen gestellt, mit dem IT-Manager ein Risikoprofil von Outsourcing-Prozessen ermitteln können.

Die Unternehmen haben sich in den letzten Jahren verstärkt um die Optimierung ihrer IT-Prozesse gekümmert und dabei zunehmend das Regelwerk ITIL eingesetzt. Dies sei jedoch keine Garantie für den Erfolg von Outsourcing-Maßnahmen, sagt Fremmer.

Die Unternehmen müssen nun auch das Zusammenspiel mit ihren Servicepartnern auf der Prozessebene optimieren. Folgende Fragen sollen ihnen dabei helfen:

  1. Prozessorientierte Leistungsvereinbarungen: Sind die Outsourcing- Verträge mit dem/den externen IT-Providern explizit prozessorientiert ausgerichtet, so dass sich die ausgelagerten IT-Services nahtlos in die eigenen Geschäftsprozesse integrieren?
  2. Gestaltung der IT-Prozesse: Sind alle relevanten IT-Prozesse an den Schnittstellen zwischen Anwender und den Dienstleistern standardisiert?
  3. Standardisierungsregeln: Beruht die Standardisierung der IT-Prozesse auf unternehmensweit verbindlichen Regeln, damit sie auch bei Änderungen in den Leistungsvereinbarungen Anwendung findet?
  4. Vereinheitlichte Leistungsvereinbarungen: Sind die Verträge über alle verschiedenen Outsourcing-Leistungen und Provider hinweg konzeptionell aufeinander abgestimmt und gibt es hierfür eine Person, die hierfür die Gesamtverantwortung trägt?
  5. Übersichtlichkeit der Prozesse: Besteht eine durchgängig hohe Leistungstransparenz der gesamten IT-Prozesse und für alle Outsourcing-Partner?
  6. Leistungsbewertung: Wird ein kontinuierliches Monitoring mit Dokumentation der Leistungsprozesse in quantitativer (Kosten) wie qualitativer (Leistungsqualität) Hinsicht durchgeführt?
  7. Einheitliche externe SLAs: Sind die mit den gesamten IT-Providern vereinbarten Service Level Agreements konsequent aufeinander abgestimmt?
  8. Ganzheitliches Vertragsmanagement: Besteht ein systematischer Abgleich zwischen den externen und internen Contracts und werden die Auswirkungen von Änderungen oder Ergänzungen bei einzelnen Services dynamisch in allen anderen Contracts berücksichtigt?
  9. Optimierungsmanagement: Ist es möglich, Analysen ohne großen Aufwand durchzuführen und so für Transparenz bei den Kosten und Leistungen in den bestehenden Sourcing-Vereinbarungen zu sorgen?
  10. Flexibilität der Sourcing-Strategien: Lassen sich Provider-Wechsel und andere Änderungen aufgrund der transparenten Bedingungen und standardisierten Prozesse störungsfrei realisieren?
gon/pan
 


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