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Studie: Ägypten weltweit günstigster Outsourcing-Standort

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9. September 2009
„Billige Büros, niedrige Löhne, Steuergeschenke!“ So buhlt Ägypten derzeit um die Gunst von IT-Dienstleistern und Call-Center-Betreibern. Die staatliche Wirtschaftsförderungsgesellschaft ITIDA hat jetzt sogar eine Studie veröffentlicht. Sie soll die These vom Outsourcing-Paradies im Land der Pharaonen untermauern.

Hintergrund der Aktivitäten: Die ägyptische Regierung lässt in mehreren Großstädten des Landes Businessparks bauen - sogenannte Smart Villages. Beispiel: Der Maadi Park in Kairo. Hier sollen vor allem Call-Center und Outsourcing-Dienstleister einziehen.

Staatliche Wirtschaftsförderung

Weitere Smart Villages seien in Alexandria, Mansura und Assiut geplant, heißt es in einer heute veröffentlichten Mitteilung der ITIDA (Information Technology Industry Development Agency).

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hat auch die Studie bei der renommierten englischen Universität London School of Economics in Auftrag gegeben.

Die Wissenschaftler untersuchten die Standortbedingungen in 14 Ländern. Neben Ägypten standen auf dem Prüfstand: Bulgarien, Costa Rica, Marokko, Mexiko, Philippinen, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechische Republik, Tunesien, Venezuela, Vietnam und Weißrussland.

Ergebnis: Die relativ geringen Kosten sowie die staatlichen Subventionen für den Einzug in Smart Villages oder in andere Freizonen machten Ägypten zum weltweit attraktivsten Standort für Outsourcing-Projekte.

Die Autoren weisen jedoch auch darauf hin, dass fast alle Regierungen der untersuchten Länder die Offshore- und Outsourcing-Industrie nach Kräften unterstützen.

Die Studie zeigt vor allem, dass die Löhne in Ägypten deutlich niedriger sind als in den untersuchten nordafrikanischen Nachbarländern und als in Osteuropa. Weiteres Ergebnis: Die Preise für Büros in ägyptischen Business Parks sind äußerst attraktiv. Sie liegen etwa auf einer Stufe mit den Preisen in asiatischen Ländern wie den Philippinen - und damit deutlich niedriger als in Osteuropa.

Quadratmeter für 180 US-Dollar

Die Mietkosten seien „ein echter Trumpf für Ägypten“, heißt es in der Mitteilung der ITIDA. Die Quadratmeterpreise für ein Büro lägen hier bei 180 US-Dollar, in Indien bei 220 US-Dollar, auf den Philippinen bei 184 US-Dollar und in Bulgarien bei 239 US-Dollar.

Ägypten könne auch bei anderen Kosten punkten, so die ITIDA: Die Kosten für Strom, Telekommunikation und Internet gehören zu den niedrigsten der Welt, niedriger auch als in Osteuropa und Asien.

Osteuropa habe dagegen deutlich an Attraktivität eingebüßt. Grund: Die hohen Gehälter, die inzwischen in Mittel- und Osteuropa gezahlt werden. Es gebe aber deutliche regionale Unterschiede. So hat die Slowakei wesentlich niedrigere Löhne als Polen oder die Tschechische Republik.

Asien wiederum bietet laut Studie die niedrigsten Arbeitskosten. Dies gilt vor allem für Vietnam. Ein Software-Entwickler in Vietnam verdient durchschnittlich die Hälfte dessen, was ein indischer Software-Entwickler erhält.

Auf den Philippinen sind die Arbeitskosten zwar etwas höher als in Vietnam, doch die Inselgruppe ist von den USA aus günstig zu erreichen, was die Reisekosten niedrig hält und die Gesamtkosten vergleichbar mit denen in Vietnam macht.

pan

Hier können Sie die deutsche Version der Studie herunterladen:
pdf_small.gif  Studie herunterladen 

 

 

 


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