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Deloitte: Wie Autohändler ihre IT-Kosten senken können

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14. Oktober 2009
Software as a Service ist ein IT-Betriebsmodell, bei dem der Kunde den internetbasierten Zugriff auf vorgefertigte und betriebsbereite IT-Anwendungen mietet. Er zahlt für den Funktionalitätsumfang und nicht für Softwarelizenzen und Hardware. Gerade Autohändler könnten dadurch viel Geld sparen, sagen die Experten der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte.

Software as a Service (SaaS) setzt sich derzeit in vielen Bereichen der Wirtschaft als kostensparende und effiziente IT-Lösung durch – auch in kleineren und mittelgroßen Unternehmen.

Weniger Aufwand

„SaaS reduziert Aufwand und Komplexität des IT-Sourcings erheblich – zumal es der Kunde im Unterschied zu klassischen On-Premise-Lösungen mit nur einem einzigen Anbieter zu tun hat“, sagt Martin Hölz, Partner Global Automotive bei Deloitte.

Dennoch zählen die Autohändler nicht gerade zu den Pionieren bei der Anwendung von SaaS – obwohl die Chefs dieser Betriebe verstärkt über Einsparungen und Effizienzsteigerung nachdenken. Grund: Vielfach fehlen Know-how und Kenntnis zu Einsatzmöglichkeiten.

Nur knapp 40 Prozent der Unternehmen sind mehr oder weniger gut über SaaS informiert, über ein Drittel hat generelle Vorbehalte gegen eine solche Auslagerungslösung. Dies zeigt eine heute veröffentliche Umfrage, die Deloitte in Kooperation mit der Technischen Universität München unter 280 Handelsbetrieben und Anwenderunternehmen des automobilen Einzelhandels in Deutschland durchgeführt hat.
 
Interessante Option

Nicht nur für große, sondern insbesondere auch für kleinere und mittelgroße Betriebe, deren IT-Aufwendungen gemessen am Umsatz im Vergleich zu größeren Unternehmen bis um die Hälfte höher sind, stellen IT-Anwendungen auf SaaS-Basis eine interessante Option dar.

Grundsätzlich halten über 90 Prozent der Befragten leistungsfähige Dealer-Management-Systeme für ein zentrales Erfolgskriterium, 80 Prozent versuchen, sich durch ihre spezifischen IT-Lösungen vom Wettbewerb zu differenzieren. Dabei kommt es für 85 Prozent in erster Linie auf die garantierte IT-Verfügbarkeit an, 70 Prozent legen ebenso großen Wert auf generellen Datenschutz. Auch die Möglichkeiten zur Integration und Anpassung der Lösungen stehen oben auf der Prioritätenliste.

SaaS könne diesen Anforderungen in nahezu jeder Hinsicht genügen, sagen die Experten von Deloitte. Jedoch scheine die Branche diese Vorteile noch nicht erkannt zu haben.

Zwar plant gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer, eine Dealer-Management-System-Lösung in nächster Zeit einzuführen, jedoch können nur 39 Prozent mit dem Begriff SaaS etwas anfangen. Zum Vergleich: Bei dem bereits länger eingeführten ASP-Prinzip (Application Service Providing) sind es 57 Prozent.

Lediglich sieben Prozent setzen eine SaaS- oder ASP-Lösung für ihre Anwendungen ein, während mehr als drei Viertel ihre Informationssysteme derzeit ausschließlich inhouse betreiben. Insgesamt zeigen sich mehr als ein Drittel skeptisch gegenüber einer SaaS-Lösung, jedoch fast die Hälfte der Befragten skeptisch gegenüber ASP.
 
Niedrige Investitions- und Betriebskosten

Anders als bei On-Premise-Lösungen profitieren die SaaS-Nutzer von niedrigen Investitions-, Implementierungs- und Anpassungskosten. Da SaaS-Leistungen aus dem operativen Kapitalfluss finanziert werden, entstehen keine Kapitalkosten. Eine schnellere Verfügbarkeit neuer Funktionalitäten, ein besserer Kundenservice und nicht zuletzt ein kürzerer ROI (Return on Investment), da deutlich weniger Kapital investiert werden muss, sind weitere Argumente.

Neben den Sparpotenzialen und der hohen Effektivität von SaaS zeichnet sich diese Lösung auch durch ihre vielseitige Verwendbarkeit aus. Laut Befragung sehen die Unternehmen bei ihren existierenden Dealer-Management-Systemen Schwachstellen vor allem beim Customer Relations Management, beim Marketing und im Berichtswesen. Hier bieten SaaS-Lösungen nicht zuletzt aufgrund des hohen Flexibilitätsgrads gute Voraussetzungen, die Leistungen der Anwender in den genannten Bereichen zu steigern.
 
„Wenn sich mehr als ein Drittel bei einem geplanten Wechsel zu einem bestimmten Dealer-Management-System eigenen Angaben zufolge gegen eine SaaS-Lösung entscheiden werden, so deutet dies auf Informationsdefizite und – damit zusammenhängend – auf Vorbehalte in den Unternehmen hin. Offensichtlich wiegen für viele die Vorteile, zum Beispiel im Hinblick auf die Total Costs of Ownership, die Risiken wie die Abhängigkeit von externen Anbietern und die ‚gefühlt’ geminderte Flexibilität nicht auf. Hier wäre also noch einige Aufklärungsarbeit seitens der SaaS-Lösungsanbieter zu leisten“, sagt Hölz.

tte/pan

 


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