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Coaching: Spitzenverdiener akquirieren Aufträge per Internet 
| Coaching: Spitzenverdiener akquirieren Aufträge per Internet |
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| 12. Juni 2009 | |
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Der Coach ist ein vergleichsweise unerforschtes Wesen. Das Büro für Coaching und Organisationsberatung hat jetzt etwas Licht in das Dunkel dieser Profession gebracht. Gemeinsam mit dem Deutschen Bundesverband Coaching haben die Kölner über 430 Coaches befragt. Die Antworten zeigen, dass Einzelkämpfer und Internetscheue ins Hintertreffen geraten.
Laut Umfrage-Statistik ist ein Coach Mitte 40, hat studiert, mehr als zehn Jahre Erfahrung im Management eines Unternehmens gesammelt und sich umfassend zum Coach weiter gebildet. Kaum Berufsanfänger Greenhorns sind in diesem Beruf eher selten anzutreffen: Der Anteil der Coaches mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung beträgt gerade einmal 7% der Umfrage-Teilnehmer. Im Vergleich zu früheren Erhebnungen sei die Zahl der erfahrenen Coaches weiter gestiegen, so der Deutsche Bundesverband Coaching in einer aktuellen Mitteilung. Mit steigender Coaching-Nachfrage in Unternehmen gerät die individuelle Suche nach dem passenden Coach durch die interessierte Führungskraft als dem potenziellen Coachee oder die zuständige HR-Funktion an ihre Grenzen. Die Bereitstellung eines ausreichend großen Pools an qualifizierten Coaches wird zum Gebot der Stunde - und zur Geburtsstunde von sogenannten Coaching-Pools auf Seiten der Unternehmen (Nutzer-Pools).
Darauf antwortet die Angebotsseite ihrerseits, mit quasi institutionellen Anbietern, die den zum überwiegenden Teil freiberuflich agierenden Coaches eine Plattform bieten (Anbieter-Pools). Knapp 40 % der Aufträge, die Coaches erhalten, stammen entweder aus Nutzer-Pools oder sind über Anbieter-Pools vermittelt. Noch der überwiegende Anteil von 61 % stammt aus eigener Akquisition bzw. direkten Anfragen. Bei den Spitzenverdienern unter den Coachs, also jenen, deren Stundenhonorar die 300 Euro Grenze übersteigt, resultieren allein 40 % der Aufträge aus Anbieter-Pools und weitere 15 % aus Nutzer-Pools.
Somit richten sich Anbieter-Pools mit Ihrem Leistungsangebot überwiegend an Organisationen, die ihren Führungskräften Coaching-Angebote unterbreiten. Auf einer Skala von qualitativ anspruchsvoll (=1) bis problemlos (=6) bewerten die Coachs das Auswahlverfahren in Anbieter-Pools mit 2,4 und dichtauf mit 2,5 bei den Nutzer-Pools. Die Bewertung für den Formalisierungsgrad des Verfahrens fällt mit 2,6 bzw. 2,7 ebenfalls ganz passabel aus. Signifikante Unterschiede gibt es dennoch: Die Entscheider bei den Nutzer-Pools setzen deutlich konsequenter strukturierte Auswahlverfahren ein: Während in Nutzer-Pools in knapp 60 % Referenzen erwartet werden, in rund 55 % Ausbildungs- und Qualifikationsnachweise vorzulegen sind und in 57 % persönliche Interviews geführt werden, liegen die Vergleichswerte bei Anbieter-Pools mit 36,5 %, 39,7 % und 23,7% deutlich darunter.
bco/dbvc/pan |









