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Noerr berät Ukrainer beim Kauf eines deutschen Traditionsunternehmens 
Noerr berät Ukrainer beim Kauf eines deutschen Traditionsunternehmens |
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| 20. Mai 2010 | |
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An diesem Fall hatten sich bereits mehrere
Unternehmensberater die Zähne ausgebissen. Keiner konnte die 1911
gegründete Maschinenfabrik Billhöfer vor der Pleite
retten. Das Nürnberger Unternehmen wurde jetzt an die ukrainische Firmengruppe VVIKO verkauft. Die Investoren ließen sich dabei von der Kanzlei Noerr LLP beraten.
Maschinen von Billhöfer hatten und haben einen exzellenten Ruf. Sie gelten als einsame Spitze, wenn es ums Beschichten, Lackieren und Kaschieren von Blech, Kunststoff oder Papier geht. Nicht nur dewegen ist der Fall ein Armutszeugnis für alle Beteiligten, die das Traditionsunternehmen in die Pleite steuern sahen. Vor vier Jahren ließ das Management noch verlauten, dass man mit einem deutlichen Plus rechne. Auch neues Personal wollte man einstellen. Heute ist Insolvenzverwalter Joachim Exner froh, dass sich überhaupt ein Investor gefunden hat – noch dazu einer, der neue Märkte in Osteuropa erschließen kann. Herber Umsatzrückgang Offizieller Grund für die Pleite: Ein Umsatzrückgang um fünf Millionen – von 14 auf neun Millionen Euro – bei gleichzeitigen hohen Investitionskosten. Bei einem Unternehmen, das nur wenige Maschinen im Jahr ausliefert, ist das eigentlich keine außergewöhnliche Situation. Nur: Billhöfer war kapitalschwach. Bereits im Geschäftsbericht von 2007 hieß es, dass die Ertragslage „nicht ausreichend" sei. Angesichts der schlechten Konjunktur in der Druckbranche habe man „die Zielpreise" vielfach nicht durchsetzen können. Der Absatz neuer Maschinen lahmte. Und mit den ebenso angebotenen Dienstleistungen – etwa Reparatur und Wartung – ließ sich nicht viel Geld verdienen. Kein Wunder. Billhöfer-Maschinen halten ewig.
Mitte 2008 war das Unternehmen bilanziell überschuldet. Dann drehte die Hausbank den Geldhahn zu.
Einer der ersten ukrainischen Investoren
Lediglich 17 Jobs von einst rund 100 werden gerettet. Über den Kaufpreis ließ keiner der Beteiligten etwas verlauten. Ein Headhunter sucht zurzeit einen neuen Geschäftsführer. Gehalt: 100.000 Euro. Der Eigentümer aber geht leer aus. Er hat keinen Cent bekommen. |









