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Schönherr Rechtsanwälte verstärken Kooperation mit türkischer Kanzlei

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23. September 2010
Die Wiener Rechtsanwaltskanzlei Schönherr setzt ihren Expansionskurs fort und weitet die Zusammenarbeit mit der Istanbuler Kanzlei Türkoğlu & Celepçi aus. Auf diese Weise ebne man den Mandanten den Weg in die Türkei, so Schönherr in einer aktuellen Mitteilung an die Medien.

Die Rechtsanwaltskanzlei Türkoğlu & Celepçi wurde 2005 von Erhan Türkoğlu und Levent Celepçi gegründet. Die Anwälte haben sich auf Gesellschaftsrecht und M&A-Transaktionen spezialisiert. Außerdem beraten die Experten bei Privatisierungen, Finanzierungen und Handelsstreitigkeiten.

Türkoğlu & Celepçi verfüge insbesondere über Erfahrung mit grenzüberschreitenden Transaktionen in den Branchen Energie- und Telekommunikation, heißt es in der Mitteilung von Schönherr.

Wachsende Zahl türkischer Investoren

„Mit Erhan Türkoğlu, Levent Celepçi und ihrem Team in Istanbul konnten wir ausgezeichnete Anwälte für unsere Kanzlei gewinnen”, sagt Christoph Lindinger, Managing Partner bei Schönherr. Die Wiener Kanzlei werde hierdurch nicht nur attraktiver für ihre bereits bestehenden Mandanten, sondern auch für die wachsende Zahl türkischer Investoren in Zentraleuropa, etwa Turkcell, Hedef Alliance oder Renaissance.

„Die Kooperation bietet ausgezeichnete Chancen für beide Partner“, sagt Levent Celepçi. An der Seite von Schönherr könne man türkische Unternehmen mit Engagements in Zentraleuropa besser beraten. „Gleichzeitig sind wir interessant für all jene Firmen, die im türkischen Markt Fuß fassen wollen“, so Celepçi.

Nach türkischem Recht ist es ausländischen Rechtsanwaltskanzleien nicht erlaubt, eigene lokale Niederlassungen in der Türkei zu gründen. Daher berät Schönherr Mandaten mit Geschäftsbeziehungen zur Türkei seit zwei Jahren über einen eigenen „Turkish Desk“ in Wien, wobei Türkoğlu & Celepçi bereits eingebunden waren.

Energieprojekte, M&A-Transaktionen

Gemeinsam beschäftigen das Istanbuler Büro sowie der Turkish Desk 24 Juristen – vier davon sind Partner. Während Schönherr-Partner Markus Piuk künftig in Istanbul sitzen wird, werden Alexander Popp (Partner), Karaman Nidal (Junior Partner) und Kazim Yilmaz (Associate) hauptsächlich von Wien aus arbeiten.

Das Team des Turkish Desk begleitet vor allem M&A-Transaktionen sowie Energieprojekte in der Türkei. Zu den Mandanten gehören das börsennotierte österreichische Bauunternehmen PORR AG sowie Trenkwalder, einer der führenden Personaldienstleister Zentral- und Osteuropas. Erst kürzlich beriet das Team Turkcell bei seinem Kaufangebot für Cosmofon, einer von drei mazedonischen Mobilfunkbetreibern, sowie die MET Group of Companies bei verschiedenen Energieprojekten in den Balkanstaaten.

Zu den Referenzprojekten von Türkoğlu & Celepçi zählen unter anderem die Beratung beim Verkauf eines Mehrheitsanteils der Hedef Alliance Holding an den britischen Pharmagroßhändler Boots und die Projektentwicklung für ein Gasturbinenkraftwerk in der Stadt Samsun an der Schwarzmeerküste. An diesem Projekt waren die MET Group of Companies, der österreichische Energiekonzern OMV und die US-Investmentbank Lehman Brothers beteiligt.

err/pan

 


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