Homepage
Nachrichten
Rechtsberatung
CMS Hasche Sigle mit Studie über das unterschätzte Risiko Datenmissbrauch 
CMS Hasche Sigle mit Studie über das unterschätzte Risiko Datenmissbrauch |
|
|
| 24. März 2011 | |
|
Was nützen die besten Compliance-Regeln, wenn sich niemand um deren Einhaltung kümmert? Wie nachlässig die Unternehmen mit den Themen Compliance, IT-Sicherheit und Datenmissbrauch umgehen, zeigt eine neue Studie der Rechtsanwaltskanzlei CMS Hasche Sigle.
Für die Studie hat CMS Hasche Sigle und der Datenrettungsspezialist Kroll Ontrack 118 Personalmanager/innen aus deutschen Unternehmen befragen lassen. Ergebnis: Neun von zehn Unternehmen regeln zwar den Umgang mit Internet und E-Mail am Arbeitsplatz, aber mehr als 75 Prozent kontrollieren nicht regelmäßig, ob diese Regeln auch eingehalten werden. Compliance-Programme, die zur Überwachung von gesetzlichen Vorschriften und betrieblichen Richtlinien dienen, gibt es nur in etwa der Hälfte der Unternehmen, die andere Hälfte hat bisher noch keine Compliance-Programme etabliert. Zunehmende Risiken
„Laut Studie sind sich Unternehmen der zunehmenden Risiken von Datendiebstahl und Computermissbrauch noch nicht ausreichend bewusst“, so Antje-Kathrin Uhl, Partnerin bei CMS Hasche Sigle. „Um sich zu schützen, sollten sie die rechtlichen und die technischen Möglichkeiten kennen und bereits im Vorfeld geeignete Maßnahmen einleiten.“ Stumpfes Instrument
Ohne Kontrollen bleiben Richtlinien allerdings ein stumpfes Instrument. Viele Unternehmen dulden private Internetnutzung. Wenn Mitarbeiter aber übermäßig viel privat surfen oder vertrauliche Informationen nach außen tragen, geben nur regelmäßig kontrollierte (Betriebs-)Vereinbarungen eine Handhabe, um dagegen vorzugehen. Schlecht vorbereitet Für den Fall, dass Mitarbeiter sich tatsächlich illegal verhalten, sind die Unternehmen ebenfalls schlecht vorbereitet: Eine „Whistleblowing-Hotline“, also eine Instanz, über die Mitarbeiter Fehlverhalten melden können (auch anonym), gibt es nur in 37 Prozent der Unternehmen. Einen Notfallplan oder eine Eskalationsrichtlinie bei Verdacht auf illegale Handlungen hat weniger als die Hälfte der Unternehmen eingerichtet, nämlich nur 44 Prozent.
Zusammenfassend stellt die Studie in den Unternehmen erhebliche Lücken beim Schutz vor Datenmissbrauch fest. Unternehmen unterschätzen die Risiken aus der privaten Internetnutzung, der Möglichkeit zum Datendiebstahl oder dem einfachen Zugriff der Mitarbeiter auf Unternehmensnetzwerke. cms/pan |









