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Deloitte: Beraterkonjunktur bessert sich frühestens Mitte 2010 
Deloitte: Beraterkonjunktur bessert sich frühestens Mitte 2010 |
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| 29. Oktober 2009 | |
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Die deutsche Tochtergesellschaft der Prüfungs- und Beratungsfirma Deloitte hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Es ist das erste Minus seit Jahrzehnten. Wolfgang Grewe, Sprecher der Geschäftsführung von Deloitte Deutschland, rechnet nicht damit, dass sich das Geschäft vor Mitte 2010 erholt.
„Das Beratungsgeschäft bleibt auch 2010 schwer abzuschätzen: Laufende Projekte werden weiterhin neu priorisiert und geplante Investitionen zurückgestellt“, sagt Grewe. Zwar müssten sich die Unternehmen neu orientieren und hätten deswegen auch einen höheren Beratungsbedarf. Aber: Inwieweit sich der steigende Bedarf in neue Aufträge umsetzen lasse, sei nicht vorhersehbar, so der Experte. Minus acht Prozent
Hier die Deloitte-Zahlen im Einzelnen: Der Bruttoumsatz betrug im Geschäftsjahr 08/09 (endete zum 30. Juni 2009) 716 Mio. Euro. Im Vorjahr lag der Umsatz noch bei 779 Mio. Euro – dies entspricht einem Rückgang von acht Prozent. Die durchschnittliche Wachstumsrate über die letzten zwei Jahre habe 11,2 Prozent betragen, so Deloitte in einer aktuellen Mitteilung. Bei einer insgesamt stabilen Leistungsentwicklung im Geschäftsbereich Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Beratungsleistungen lag der Rückgang des Bruttoumsatzes auf 353,5 Millionen Euro (07/08: 429,8 Mio. Euro) am Auslaufen globaler Großprojekte unter deutscher Führung. Dem deutlichen Anstieg in der Abschlussprüfung stand ein Rückgang von Beratungsprojekten im Bereich Risikomanagement gegenüber. Umsatzplus bei der Steuerberatung Die Steuerberatung konnte den Bruttoumsatz auf 147,5 Mio. Euro (07/08: 133,2 Mio. Euro) steigern. Hier konnte Deloitte Deutschland insbesondere mit Global Employer Services, Indirect Tax und Real-Estate-Beratungsleistungen am Markt wachsen. Zum Wachstum des Geschäftsbereichs Corporate Finance auf 73,9 Mio. Euro (07/08: 63,9 Mio. Euro) trugen die Bereiche Reorganisation Services und Corporate M&A entscheidend bei, während Consulting aufgrund der rückläufigen Nachfrage im Beratungsmarkt einen Umsatzrückgang auf 141,4 Mio. Euro (07/08: 152,4 Mio. Euro) verbuchte. Dennoch konnte der multidisziplinäre, grenzüberschreitende Ansatz einige Erfolge insbesondere im FSI- und TMT-Sektor verzeichnen.
Im Geschäftsjahr 08/09 wurden insgesamt 1.051 Mitarbeiter eingestellt. Im Jahresdurchschnitt belief sich die Mitarbeiterzahl auf 4.696 nach 4.011 im Vorjahr. Im laufenden Geschäftsjahr plant Deloitte Deutschland, sehr selektiv in stark nachgefragten Bereichen Top-Talente einzustellen. Das aggregierte Umsatzergebnis des globalen Deloitte-Netzwerks betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 08/09 26,1 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr – in der jeweiligen Landeswährung entspricht dies einem Plus von einem Prozent. Asien-Pazifik blieb mit einem Wachstum von 4,7 Prozent (3,4 Mrd. $) die am schnellsten wachsende Region. Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) verzeichnete einen Rückgang von neun Prozent auf 10,2 Mrd. US-Dollar. Amerika erzielte 12,5 Mrd. US-Dollar (-3,7%).
Weltweit wuchs die Mitarbeiterzahl um 4,5 Prozent auf rund 169.000 Mitarbeiter an. Die Investitionen weltweit beliefen sich auf 1 Mrd. US-Dollar sie wurden vor allem für Fortbildungsmaßnahmen, Marktentwicklung und die Akquisition der Public Sector Practice BearingPoint in Nordamerika aufgewendet. Auch im laufenden Geschäftsjahr stellt sich das Unternehmen auf harte wirtschaftliche Bedingungen ein – mit positiven Konjunkturimpulsen für Deloitte wird erst im Frühjahr 2010 gerechnet, mit einer nachhaltigen Erholung der Beratungsbranche frühestens Mitte 2010. Deloitte strebt dennoch auch für das laufende Geschäftsjahr ein stabiles Umsatzniveau an. tte/pan |









