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KPMG: Autobranche setzt Hoffnung auf Schwellenländer 
| KPMG: Autobranche setzt Hoffnung auf Schwellenländer |
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| 11. Januar 2010 | |
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Länder wie China, Brasilien oder Russland werden als Automobilmärkte deutlich an Bedeutung gewinnen. Laut einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG planen viele Hersteller und Zulieferer, in den kommenden fünf Jahren in diesen und anderen Schwellenländern erstmals oder verstärkt zu investieren.
KPMG hat hierzu rund 200 Automanager befragt, wovon die meisten für Hersteller oder Zulieferer mit einem Umsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar arbeiten. Ergebnis: Über die Hälfte dieser Unternehmen plant, in den kommenden fünf Jahren erstmals oder verstärkt auf dem chinesischen Markt zu investieren (58,5 Prozent), 43 Prozent wollen dies in Indien tun. Auch Russland und Brasilien halten die Manager für attraktive Märkte. Furcht vor Überkapazitäten
Hier wollen immerhin ein Drittel beziehungsweise ein Viertel der Befragten in den kommenden fünf Jahren erstmals investieren oder ihr Engagement verstärken. Allerdings befürchtet jeweils rund die Hälfte der Unternehmen, dass in Brasilien, Russland und China spätestens in drei bis fünf Jahren Überkapazitäten auftreten. Für Indien geht jeder Dritte davon aus, und 12 Prozent der Experten wollen schon heute Überkapazitäten in Russland ausgemacht haben.
Dieter Becker, Leiter des Segments Automotive bei KPMG: „Es ist bemerkenswert, dass die Befragten von weiter steigenden Überkapazitäten in den meisten Regionen sprechen, obwohl bereits zahlreiche Pleiten am Markt zu verzeichnen waren. Deshalb ist davon auszugehen, dass vielerorts noch zahlreiche Restrukturierungen zu erwarten sind und die Konsolidierung der Branche voranschreitet.“
Am besten meistern werden die Situation nach Überzeugung der Befragten jene Unternehmen, denen es gelingt, möglichst viele Stufen der Wertschöpfungskette selbst abzudecken. Möglichkeiten zu Einsparungen werden vor allem im Einsatz innovativer Materialien und durch die Verlagerung von Kapazitäten in Länder mit niedrigeren Kosten gesehen (jeweils knapp zwei Drittel der Befragten). Wichtigste Gründe für die fortschreitende Konsolidierung sind nach Meinung der Fachleute Verschuldung und Insolvenzgefahr der Unternehmen (89 Prozent), der Zugang zu neuen Technologien und Produkten (84 Prozent), potenzielle Synergieeffekte im Produktportfolio (83 Prozent) sowie die Erschließung neuer Märkte und Kundensegmente (82 Prozent).
In den kommenden fünf Jahren werden es nach Ansicht von über zwei Dritteln der Branchenexperten vor allem die Hyundai/Kia-Gruppe und VW schaffen, ihren Marktanteil auszubauen. Etwas mehr als die Hälfte der Fachleute traut dies auch Toyota zu (57 Prozent). Am skeptischsten sind die Fachleute bei den US-Marken Chrysler und General Motors; hier rechnen über zwei Drittel der Experten damit, dass diese Konzerne bis 2014 Marktanteile verlieren werden.
Um sich am Markt behaupten zu können, werden Hersteller und Zulieferer weitere Einsparmöglichkeiten finden müssen und ihre Investitionen noch stärker auf die Kundenbedürfnisse abstellen müssen, so die vorherrschende Meinung der Experten. Die Branchenfachleute sind sich weitgehend einig, dass die Bedeutung von Hybridautos und batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen für die Branche in den kommenden fünf Jahren steigen wird (84,5 bzw. 68 Prozent). Fast ebenso viele gehen davon aus, dass preiswerte Autos und Basisfahrzeuge künftig stärker nachgefragt werden. 80 Prozent der Experten gehen davon aus, dass die Umweltfreundlichkeit der Fahrzeuge für Kunden künftig eine wichtige Rolle spielt (2008: 70 Prozent). kpmg/pan |









