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Ernst & Young: Deutsche Banken erwarten bessere Geschäfte 
| Ernst & Young: Deutsche Banken erwarten bessere Geschäfte |
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| 14. Januar 2010 | |
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Gute Nachrichten für die Aktionäre: Die Stimmung in den Führungsetagen der Banken hellt sich auf – wohlgemerkt: in den Führungsetagen. Grund: Das Geschäftsklima bessert sich. Die Stimmung bei Kunden und Belegschaft dürfte dagegen unter den Nullpunkt sinken. Grund: Kredite werden teurer, der Stellenabbau geht weiter. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hat die Manager von 120 Banken in Deutschland befragt. Ergebnis: Bis auf wenige Ausnahmen bezeichnen alle Führungskräfte die aktuelle operative Geschäftslage ihrer Unternehmen als sehr gut oder eher gut – Ende vergangenen Jahres lag der Anteil noch bei 78 Prozent. Zudem haben die Manager ihre Erwartungen an die kurzfristige Geschäftsentwicklung deutlich nach oben korrigiert: Der Anteil der Optimisten, die eine positive Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr erwarten, steigt im Jahresvergleich von 67 auf 89 Prozent. Weiter auf Sparkurs
Trotz der positiven Aussichten wollen die Banken an ihrem Sparkurs festhalten: 73 Prozent führen derzeit Kostensenkungsmaßnahmen in erheblichem Umfang durch. Und jede vierte Bank will die Zahl der Beschäftigten reduzieren. Gegenüber der Jahresmitte 2009 ist der Anteil der Banken mit Stellenabbau-Plänen nochmals leicht gestiegen: von 21 Prozent auf 26 Prozent. Kreditausfälle erwartet Trotz der gewachsenen Zuversicht hinsichtlich der eigenen Geschäftsentwicklung: Die allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland scheinen die Banken nach wie vor kritisch zu beurteilen. So sieht nach wie vor die Mehrheit der Befragten einen wachsenden Bedarf an Risikovorsorge aus dem normalen Kreditgeschäft, wenn auch der Pessimismus langsam nachlässt: Waren es vor einem halben Jahr noch 70 Prozent der Institute, die sich auf steigende Kreditausfälle vorbereiteten, so sind es derzeit „nur“ noch 57 Prozent.
Gleichzeitig schätzen jedoch nur 2 (6) Prozent ihren Vorsorgebedarf geringer ein – 41 (24) Prozent meinen, dass er unverändert ist, „aus der Sicht der Banken unverändert hoch“, konkretisiert Müller-Tronnier. „Gerade für die Industrieunternehmen wird 2010 kaum einfacher als 2009, viele Unternehmen werden die Krise nicht überleben. Die Banken tun daher gut daran, sich auf weitere Kreditausfälle einzustellen; die Risikovorsorge wird sich voraussichtlich deutlich erhöhen“, sagt Claus-Peter Wagner, Leiter des Bereiches Financial Services bei Ernst & Young. Zögerliche Kreditvergabe Für Unternehmen dürfte es weiter schwierig sein, neue Kredite zu erhalten: 38 Prozent der befragten Banken rechnen für die kommenden Monate mit einer (noch) restriktiveren Kreditvergabe – nur 14 Prozent erwarten eine entgegengesetzte Entwicklung.
Allerdings scheint sich der Negativtrend abzuschwächen: Noch vor sechs Monaten war es die klare Mehrheit von 57 Prozent, die eine restriktivere Kreditvergabe erwartete, vor einem Jahr lag der Anteil sogar bei 63 Prozent. „Für die Unternehmen wird es im neuen Jahr tendenziell noch schwieriger werden, neue Kredite zu bekommen“, resümiert Müller-Tronnier. „Wir sind beim Thema Kreditklemme noch immer nicht über den Berg“. Auch Raten- und Immobilienkredite werden nach Meinung der Banken tendenziell teurer: 39 bzw. 32 Prozent der befragten Bankmanager erwarten steigende Kreditzinsen, nur jeweils 7 Prozent sehen eine entgegengesetzte Entwicklung. Hoffnungsträger Retail Banking Aus Sicht der befragten Institute haben sich die Aussichten der deutschen Banken in nahezu allen wesentlichen Geschäftsbereichen verbessert, sogar im Wertpapierhandel, dem allerdings immer noch ein Drittel der Befragten (Juni 2009: 45 Prozent) skeptisch gegenüber steht.
Besondere Hoffnungen ruhen auf dem Retail Banking, der Vermögensverwaltung und dem Einlagengeschäft, in dem die Banken allerdings auch den höchsten Wettbewerbsdruck empfinden. Lediglich in der Transaktionsberatung sind die Erwartungen leicht gedämpft. „Der Druck, den die Banken noch vor einem Jahr sehr stark empfunden haben, lässt allmählich nach. Inzwischen bieten sich in verschiedenen Geschäftsbereichen zunehmend wieder Geschäftschancen“, so Wagner. Vor diesem Hintergrund gewinnen offensive Geschäftsstrategien wieder leicht an Bedeutung: Wenn auch Risikomanagement und Kostensenkungen immer noch die Top-Themen sind, so denken die Banken doch wieder verstärkt über offensivere Maßnahmen wie die Entwicklung neuer Produkte, den Aufbau neuer Geschäftsbereiche oder die Erschließung neuer Auslandsmärkte nach. e&y/pan |









