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KPMG-Umfrage: Liquiditätslage der Unternehmen bleibt angespannt Drucken E-Mail
14. März 2010
Die Wirtschaft klagt über die zunehmend restriktive Kreditpolitik der Banken. Um ihre Liquidität zu sichern, haben zwei von drei Unternehmen im vergangenen Jahr ihre Investitionen reduziert oder gar auf „Null“ zurückgefahren. Eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG nährt zudem Befürchtungen, dass sich die Kreditklemme weiter verschärft.

KPMG hat hierzu über 350 Finanzmanager in großen europäischen und US-amerikanischen Konzernen befragt. Ergebnis: Die weitaus überwiegende Mehrheit erwartet, dass die Schwierigkeiten wegen der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwei Jahren zunehmen.

Mehr Forderungsausfälle

Jeder zweite Befragte rechnet mit erhöhten Forderungsausfällen in den kommenden zwei Jahren. Die Liquiditätslage der Unternehmen werde sich deswegen weiter verschlechtern, so KPMG.

Immerhin: Mehr Unternehmen als noch vor zwei Jahren kümmern sich jetzt intensiv um ihren Cash-Flow. Über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) kommt damit Forderungen ihrer Stakeholder wie Banken, Ratingagenturen und Analysten nach, drei Mal so viele wie noch vor zwei Jahren.

KPMG-Partner Peter Wiegand: „Obwohl viele Unternehmen heutzutage dem Cash-Flow gestiegene Bedeutung beimessen, bleiben zahlreiche Möglichkeiten zur Liquiditätsgenerierung noch ungenutzt. So betrachten nur wenige auch Steuern, Grundbesitz oder Pensionen als mögliche weitere Geldquellen. Darüber hinaus lassen sich durch Prognosen und eine Analyse operativer Prozesse oft signifikante Liquiditätspotenziale aufdecken.“

Zwei Drittel der befragten Unternehmen (63 Prozent) befürchten, dass ihre Kunden in diesem Jahr noch stärker auf eine Verlängerung von Zahlungsfristen drängen wird und sich ihre Lage dadurch verschärft. Und fast die Hälfte geht davon aus, dass die Kunden in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten (43 Prozent).

Geringe Verhandlungsmacht

Wiegand: „Aufgrund der gestiegenen Anforderungen für eine Kreditvergabe dürften vor allem mittelständische Unternehmen selbst bei einer Verbesserung ihrer Ertragslage Schwierigkeiten bei der Finanzierung bekommen. Zumal sie meist nur über eine geringe Verhandlungsmacht bei größeren Lieferanten und Kunden verfügen. Für sie ist es deshalb unerlässlich, sich um ein professionelles Working Capital-Management zu kümmern.“

kpmg/pan

 

 


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