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PricewaterhouseCoopers: Investoren setzen auf Wasserkraft

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16. März 2010
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die M&A-Aktivitäten spürbar gebremst. Das gilt auch für Transaktionen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Dennoch sei der Rückgang hier vergleichsweise harmlos ausgefallen, so die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers mit Blick auf eine neue Studie.

Laut Studie sank der Wert der eingegangenen Kapitalbeteiligungen, Fusionen und Übernahmen im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 33,4 Milliarden US-Dollar. Die absolute Zahl der Deals fiel sogar um 36 Prozent auf 549 Transaktionen. Da jedoch in der Energiebranche insgesamt das Transaktionsvolumen um rund 50 Prozent nachgab, stieg der Anteil der Erneuerbaren Energien am M&A-Volumen im Jahresvergleich von 17 Prozent auf 25 Prozent.

Deutlich gesunkenes Interesse an Windenergie

Die vergleichsweise positive Entwicklung bei den Erneuerbaren Energien ist maßgeblich auf Transaktionen im Bereich der Wasserkraft zurückzuführen. Hier stieg das M&A-Volumen im Jahresvergleich von gut 10 Milliarden auf über 15 Milliarden US-Dollar. Demgegenüber brach der Gesamtwert der Transaktionen in der Windenergiebranche um 62 Prozent auf 6,3 Milliarden US-Dollar und in der Solarbranche um 44 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar ein. 

Auch für 2010 zeichnet sich kein einheitlicher Trend für das M&A-Geschehen im Bereich der Erneuerbaren Energien ab. „Die großen Energieversorger stehen vor erheblichen Investitionen zur Modernisierung ihrer konventionellen Kraftwerke, die im Zweifelsfall Vorrang vor weiteren Zukäufen bei Wind-, Wasser und Solarkraft haben. Daraus könnten sich zwar Beteiligungschancen für Finanzinvestoren ergeben, jedoch bleibt die Ungewissheit über die Refinanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt“, sagt Manfred Wiegand, der bei PwC für die weltweite Energieversorgungsbranche verantwortlich ist.

Insgesamt entfielen fünf der zehn größten Deals des Jahres 2009 auf den Wasserkraft-Bereich. Die größte Einzeltransaktion des vergangenen Jahres war die Übernahme eines Wasserkraftwerks am chinesischen Drei-Schluchten-Stausee durch die börsennotierte China Yangtze Power für knapp sechs Milliarden US-Dollar. Aus deutscher Sicht bemerkenswert ist der Verkauf von 13 Wasserkraftwerken der E.ON AG an die österreichische Verbund Innkraftwerke GmbH. Mit einem Volumen von fast zwei Milliarden US-Dollar war dies die drittgrößte Transaktion des Jahres 2009.

Boom in Südamerika

Die milliardenschweren Wasserkraft-Deals hatten 2009 auch Auswirkungen auf die regionale Verteilung des M&A-Volumens. In Südamerika erreicht der Gesamtwert der Deals im Bereich der Erneuerbaren Energien mit  gut 4,4 Milliarden US-Dollar mehr als das Dreifache des Vorjahresniveaus. Dabei schlug allein die Übernahme des kolumbianischen Energieversorgers Empresa de Energia del Pacifico, der Strom nahezu ausschließlich in Wasserkraftwerken erzeugt, mit über 1,1 Milliarden US-Dollar zu Buche. Das Volumen der Deals mit Zielunternehmen in der Region Asien-Pazifik stieg 2009 um 32 Prozent auf gut 7,7 Milliarden US-Dollar.

Europa verteidigte zwar mit einem Transaktionsvolumen von gut 12,7 Milliarden US-Dollar seine Führungsposition, gegenüber 2008 fiel der Wert jedoch um 38 Prozent. In Nordamerika sank der Gesamtwert der Übernahmen und Beteiligungen weniger stark um 19 Prozent auf gut 7,8 Milliarden US-Dollar. Im Bereich Windenergie gab es sogar einen deutlichen Zuwachs um rund eine Milliarde auf 2,6 Milliarden US-Dollar. Die vergleichsweise robuste Verfassung des nordamerikanischen M&A-Marktes dürfte vor allem auf die verstärkte staatliche Förderung und Steuererleichterungen für Investitionen in Erneuerbare Energien zurückzuführen sein.

Die Studie „Renewables Deals - Annual Review 2009“ ist kostenlos bei PricewaterhouseCoopers erhältlich.

pwc/pan

 


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