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Wirtschaftskrise bremst das Wachstum von Rödl & Partner

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5. Juli 2010
Die Nummer sechs unter den Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland bleibt weiter auf Wachstumskurs. Das Tempo hat sich jedoch krisenbedingt etwas verlangsamt. Genauer: Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2009 (31.12.2009) stieg um vier Prozent auf 217,85 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Rödl & Partner ein Plus von über acht Prozent erzielt.

Der weitaus überwiegende Teil des Umsatzes (125,7 Millionen Euro) entfiel dabei auf das Inlandsgeschäft. Im Ausland erwirtschafteten die Berater 92,15 Millionen Euro. Die Anzahl der Mitarbeiter wuchs auf 3.025.

Familienunternehmen und Kommunen

Das positive Ergebnis sei zu einem großen Teil darauf zurückzuführen, dass man sich auf Familienunternehmen konzentriert habe. Dabei habe Rödl & Partner weitere Mandate hinzugewonnen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens an die Medien.

Nach Einschätzung von ConsultingStar zählt Rödl & Partner zu den Marktführern im Geschäft mit der Beratung von deutschen Städten und Gemeinden. Mindestens 100 Projekte dieser Art haben die Consultants in den letzten Jahren an Land gezogen, und ein Ende dieses Booms ist nicht abzusehen.

Dabei geraten die Consultants aber auch immer wieder in die Kritik. Die Demokratische Initiative Paderborn beispielsweise bezeichnet die aktuellen Sparvorschläge von Rödl & Partner als „unpraktikabel, von wenig Sachkenntnis geprägt und sozial unausgewogen.“

Zorn der Bürger wird umgeleitet

Die Kommunen bedienten sich gerne der Berater, weil es größeres Gewicht habe, wenn Externe Sparmöglichkeiten aufzeigten, sagt Christian Rödl, geschäftsführender Gesellschafter von Rödl & Partner. Grund: Es gebe dann auch einen „externen Schuldigen“, auf den der Zorn der Bürger umgeleitet werden könne, so Rödl.

Mehr Freude bereitet Rödl dagegen die die Beratung von Unternehmen, die auf erneuerbare Energien setzen. Hier spielt Rödl & Partner ebenfalls eine führende Rolle. Mandanten sind Projektentwickler, Fondsgesellschaften, die Hersteller von High-Tech-Produkten wie Solarmodulen und Windkraftanlagen sowie deren Zulieferer.

Trotz der Wachstumsdämpfer konnte Rödl & Partner auch im Ausland zulegen. „Wir sind als einzige deutsche Gesellschaft in 37 Ländern der Welt mit eigenen Niederlassungen und deutschsprachigen Beratern präsent. Dies ist unser wichtigster Wettbewerbsvorteil“,  sagt die geschäftsführende Partnerin Monika Rödl-Kastl.

Optimistischer Ausblick

Die Wachstumslokomotive für das internationale Geschäft ist Asien. „Gerade produzierende Unternehmen konzentrieren ihre Investitionen auf diesen Wirtschaftsraum. Große Konzerne wie auch kleine Mittelständler profitieren von diesen Märkten. Wer wachsen will, muss hier präsent sein“, so Rödl-Kastl.

Für das laufende Geschäftsjahr ist Rödl & Partner optimistisch. „Die Auftragslage der Unternehmen ist gut. Es wird wieder investiert“, sagt Christian Rödl. „Viele Unternehmen planen derzeit strategische Zukäufe und erschließen sich neue Märkte im Ausland.“

Rödl & Partner wird das Beratungsangebot in den derzeit 84 Niederlassungen weltweit weiter ausbauen. „Wir setzen dabei auf ein organisches Wachstum“, so Rödl. „Nur so bleiben wir unabhängig und können schnell auf Veränderungen am Markt reagieren.“

r&p/pan

Die Rödl Consulting AG, eine Tochtergesellschaft von Rödl & Partner,  hat ein Firmenprofil bei ConsultingStar veröffentlicht:

http://www.consultingstar.com/details/505.html

 


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