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Ernst & Young: Boom verhilft deutschen Banken zu Gewinnsprung 
Ernst & Young: Boom verhilft deutschen Banken zu Gewinnsprung |
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| 1. Oktober 2010 | |
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Die 14 größten deutschen Banken haben im ersten Halbjahr einen deutlich höheren Gewinn eingefahren: nach 1,1 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2009 verdienten sie in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nach Steuern 4,3 Milliarden Euro. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young.
Die Studie basiert auf einem Vergleich der Ergebnisse der Halbjahresberichte 2010 mit den Ergebnissen der Vorjahres-Halbjahresberichte. Diese 14 Banken sind auch diejenigen deutschen Banken, die am Stress-Szenario der europäischen Bankenaufsicht CEBS teilgenommen haben. Das kumulierte Nettoergebnis (Konzernergebnis nach Steuern) der untersuchten Banken hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast vervierfacht: von 1,1 Milliarden auf 4,3 Milliarden Euro – was allerdings zum großen Teil auf einen deutlichen Gewinnanstieg bei der Commerzbank zurückzuführen ist. Denn immerhin sechs der 14 Banken haben zur Jahresmitte ein geringeres Konzernergebnis ausgewiesen als im Vorjahreszeitraum. Spitzenreiter Deutsche Bank
Das absolut höchste Konzernergebnis konnte die Deutsche Bank verbuchen, die im ersten Halbjahr nach Steuern 2,943 Milliarden Euro verdient hat – 688 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Den höchsten Verlust verzeichnete die inzwischen verstaatlichte HRE mit 700 Millionen Euro – nach 1,13 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Hauptgrund für die insgesamt schwache Entwicklung im Bereich Handelsergebnisse / Fair Value-Bewertungen sind die Verwerfungen an den Rentenmärkten aufgrund der Euro-Staatsschuldenkrise. Die Ausweitung der Risikoaufschläge, insbesondere bei den Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien hatten zum Bewertungsstichtag erhebliche Abwertungen zur Folge – mit entsprechenden Folgen für die Fair Value Bewertungen in den Halbjahresergebnissen.
“Seit der Eurokrise hat sich die Lage allerdings wieder deutlich aufgehellt. Inzwischen dürften die Wertminderungen, die zu den erheblichen Defiziten in den Handelsergebnissen führten, spürbar wieder aufgeholt worden sein“, sagt Dirk Müller-Tronnier, Leiter des Bankenbereichs bei Ernst& Young. “Dies lässt Ergebnisaufholpotenzial für das zweite Halbjahr erhoffen“. Zurzeit scheine es, dass die Entwicklung an den Finanzmärkten im zweiten Halbjahr weniger volatil verlaufen wird als im ersten Halbjahr und dass die Bewertungen zum Jahresende auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau liegen werden. Geringere Risikovorsorge
Angesichts des überraschend starken Aufschwungs in Deutschland konnten 12 der 14 untersuchten Banken weniger neue Kreditrisikovorsorge bilden. Im ersten Halbjahr 2009 lag der Risikovorsorgebedarf der untersuchten Banken noch bei 8,9 Milliarden Euro – ein Jahr später nur noch bei 4,4 Milliarden Euro. Im Durchschnitt konnten die Banken den Vorsorgeaufwand um 44 Prozent reduzieren. Steigende Anforderungen
Dies und die zukünftig steigenden Anforderung an die Eigenkapitalausstattung und Kernkapitalquote – Stichwort Basel III – werden die Banken vor dauernde Herausforderungen stellen: „Die zukünftige Strategie und daraus folgende Anpassungsmaßnahmen werden in der näheren Zukunft ein zwischen Aufsichtsrat und Management intensiv zu diskutierendes Thema sein“, prognostiziert Müller-Tronnier. |









