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KPMG: Immer mehr Unternehmen setzen auf Nachhaltigkeit

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18. April 2011
Nachhaltigkeit ist, wenn sich die Menschen innerhalb der ökologischen Grenzen unseres Planeten bewegen und einen wesentlichen Teil der Biosphäre anderen Arten überlassen. Die meisten Unternehmen richten ihre Strategie heute nach dieser Maxime aus. Das zeigt eine heute veröffentlichte Umfrage des Prüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG.

KPMG hat 378 Unternehmen in Europa, den USA, Kanada und in der Region Asien-Pazifik befragen lassen. Ergebnis: Nachhaltigkeit ist längst kein Lippenbekenntnis mehr. Das Thema steht in fast allen Führungsetagen der Wirtschaft ganz oben auf der Agenda.

Großunternehmen spielen Vorreiter

So ist der Anteil der Unternehmen, die eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen, seit 2008 von rund 50 Prozent auf 62 Prozent gestiegen. Bei den Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens einer Milliarde US-Dollar sind es sogar knapp 80 Prozent.

Ein weiteres Viertel  aller Unternehmen beabsichtigt, spätestens innerhalb der kommenden fünf Jahre entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

61 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass sich die Implementierung von Nachhaltigkeitsprogrammen auszahlt – entweder in Form von Kostensenkungen oder durch steigende Profitabilität. Dennoch sehen viele vor allem drei prinzipielle Hindernisse bei der Umsetzung:

  • Es mangelt an einheitlichen Kriterien und Vorgehensweisen,  um die Auswirkungen des Nachhaltigkeitsmanagements messen und analysieren zu können.
  • Oft fehlt es auch am Budget, um Nachhaltigkeitsmaßnahmen gleichberechtigt mit anderen Projekten umzusetzen, die einen höheren kurzfristigen Gewinn versprechen.
  • Es gibt keine verbindlichen internationalen regulatorischen Rahmenbedingungen, die Unternehmen eine langfristige und sichere Planung ermöglichen.

„Die größte Herausforderung liegt unserer Erfahrung nach in der wirtschaftlichen Operationalisierung", sagt auch Jochen R. Pampel, Head of Sustainability Services bei KPMG Deutschland. Und: Ohne stabile Prozesse und Systeme sei es nicht möglich, alle Unternehmensteile entlang der internen Wertschöpfungskette auf Nachhaltigkeit zu trimmen, so der Experte.

Nachhaltigkeitsberichte sind noch nicht Standard

Nur die Hälfte der befragten Unternehmen hat bereits einen Nachhaltigkeitsreport veröffentlicht oder plant, dies in Kürze zu tun. Immerhin 38 Prozent wollen auch künftig bewusst darauf verzichten.

Pampel ist jedoch sicher, dass die Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung weiter zunehmen wird. Schließlich fordern viele Investoren transparente Informationen, bevor sie Entscheidungen treffen. Eine nachvollziehbare Berichterstattung wird damit für Unternehmen zu einem immer wichtigeren Erfolgsfaktor“, so Pampel

pan

 


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